Alle weiteren Einträge findet ihr dann in der nächsten Rubrik Costa Rica & Panama!

14.10.

Abschied von den Keys
Nach 11 wunderbaren Tagen in den Keys hieß es heute Abschied nehmen, denn morgen wird schon in aller Frühe unser Flieger nach Costa Rica abfliegen, weshalb wir die letzte Nacht in Miami verbringen werden. Da wir erst ziemlich spät in die neue Unterkunft konnten, sind wir noch bis zum Mittag im erfrischenden Pool geblieben und haben uns dort unter den schattigen Palmen entspannt. Als wir wieder Richtung Miami gefahren sind, sahen wir noch viele weitere traumhafte Strandabschitte und türkisblaues Meer nördlich von der Insel Marathon. Der Abschied von den Keys fiel uns echt nicht leicht. Aber wir freuen uns schon auf Costa Rica, wo uns Besuch aus der Heimat erwartet 🙂
In Miami sind wir heute zum berühmten Miami Beach gefahren. Dort konnte man sein Auto entweder für 30 $ pro Stunde direkt an der Strandpromenade parken, dem sogenannten Oceandrive, oder weniger aufsehenderregend, dafür aber deutlich günstiger, in einer Nebenstraße. Da fiel uns die Wahl doch nicht so schwer, zumal unser Ford optisch auch nicht so gut zwischen die Luxuskarossen gepasst hätte 😉
Man hatte wirklich das Gefühl, als wären die Kölner Ringe an den Strand verlegt worden: eine Bar nach der anderen und viele Partywütige. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Leute in Miami und vor allem ihr Kleidungsstil noch viel verrückter sind als die Menschen auf den Kölner Ringen. Wir ersparen euch die Bilder… die meisten Damen trugen zum Feiern eine Art Bikini und darüber etwas Netzartiges.
Der Miami Beach selbst stellte keine richtige Besonderheit dar. Wir sind also froh, dass wir unsere Zeit hier auf den Keys und nicht in Miami selbst verbracht haben.

13.10.

Letzter Kitetag auf den Keys!
Da wir morgen schon wieder Richtung Miami aufbrechen müssen, war heute unser letzter Kitetag. Die Windvorhersage für Smathers Beach war deutlich konstanter, deshalb entschieden wir uns, den letzten Tag dort zu verbringen. Es hat sich wirklich gelohnt, denn es wurde ein richtig schöner Tag und wir hatten noch mal viel Spaß auf dem Wasser. Wir verabschiedeten uns von den Kitesurfern aus Key West und dann mussten wir unserer unliebsamsten Tätigkeit nachgehen: Koffer packen…

12.10.

Da sich der Wind heute erst gegen Nachmittag zeigen sollte, beschlossen wir heute mal den Swimming Pool, den Whirlpool und den Strandabschnitt zu besuchen, der uns ca. 200m von unserer Ferienwohnung zur Mitnutzung zur Verfügung stand. Der Pool war angenehm erfrischend, sogar kühler als das Meer, während man es im Whirlpool bei über 30 Grad Außentemperatur dann doch nicht so lange aushielt. Man konnte tatsächlich in Ruhe ein paar Bahnen in dem 20m langen Becken schwimmen, da er kaum besucht war.
Als dann die Palmen deutlich stärker vom Wind hin- und hergeschaukelt wurden, hielt uns dort allerdings nichts mehr und wir fuhren mal wieder zum Coco Plum Beach, um eine Runde zu kiten. Nach ein paar Stunden flaute der Wind aber schon ab und wir packten ein. Dies erwies sich als die richtige Entscheidung, denn kaum waren wir Zuhause angekommen, tobte auch schon ein starkes Gewitter mit heftigen Regenfällen, das sich auch nur langsam zu beruhigen schien.

11.10.

Bahia Honda State Park!
Heute sind wir zum Bahia Honda State Park gefahren. Wir sind schon öfters auf dem Highway 1 an ihm vorbei gefahren und konnten schon von Weitem sehen, dass der Strand und das Meer wunderschön aussehen. Mit Palmen und türkisblauem, kristallklarem Meer empfing uns der State Park. Ein paar Runden sind wir dort auch unter absolut paradiesisch aussehenden Bedingungen gekitet, leider stimmte aber die Windrichtung nicht, sodass es durch die vorgelagerte Landzunge zu viele Windlöcher gab und wir das Vorhaben abbrechen mussten. Stattdessen packte ich meine Schnorchelsachen aus und wollte mir die Unterwasserwelt ein bisschen genauer ansehen. Allerdings gab es außer ein paar kleinen Fischchen nicht all zu viel zu sehen. Dachte ich zumindest, denn plötzlich, als ich weiter schnorchelte erhob sich direkt vor mir eine riesige Sandwolke, ausgelöst durch einen großen Stachelrochen, der sich im Sand eingegraben hatte, und nun vor mir flüchtete. Ich habe mich ganz schön erschreckt, denn obwohl ich nur ca. einen halben Meter von ihm entfernt war, hatte ich ihn überhaupt nicht sehen können, so gut hatte er sich getarnt. Dass solche großen Exemplare sich direkt bis ans Ufer wagen, hätte ich nicht gedacht. Nachdem ich dann auch noch einer Wasserschlange begegnet bin, hatte ich genug von der Tierwelt im Bahia Honda State Park und wir fuhren wieder zum Coco Plum Beach, wo die Windrichtung zum Kiten deutlich besser war.
Abends machten wir dann noch mal einen Abstecher zur Bar Sparky’s Landing und schauten uns danach noch einen schönen Sonnenuntergang vom Sunset Park aus an.

10.10.

Rifftauchen!
Zwar kennen die meisten das Great Barrier Riff, aber die wenigsten wissen, dass sich vor den Florida Keys das drittgrößte Korallenriff der Welt erstreckt. Das wissen wir auch erst seit ein paar Tagen 😉
Mit Captain Hooks sind wir dann ein paar Meilen auf das Meer hinaus zum Riff gefahren. Da es die letzten beiden Tage sehr windstill war, waren die Sichtverhältnisse ziemlich gut.
Das Wasser war so warm (29,5°), man konnte einfach in Tshirts und Shorts tauchen. Wir hatten zwei Tauchgänge an verschiedenen Stellen des Riffs, die jeweils knapp eine Stunde dauerten. Unter uns erstreckten sich bunte Korallenformationen und es wimmelte unter Wasser nur so von bunten Fischen. Unter einem Felsen lauerte eine grüne Muräne, die ganz schön gruselig aussah. Sie erinnerte uns an ein Seeungeheuer. Wir haben außerdem noch zwei Ammenhaie gesehen, die friedlich auf dem Grund schlummerten.
Den Abend ließen wir dann gemütlich in der Bar Sparky’s Landing bei schöner Livemusik ausklingen.

09.10.

Everglades Nationalpark!
Der Everglades Nationalpark ist ein endloses Sumpfgebiet, das Besondere daran ist, dass es eine Mischzone zwischen Süß- und Salzwasser ist. Deshalb ist dieser Park der einzige Ort der Welt, wo Alligatoren und Krokodile gemeinsam leben.
Wir haben heute den südlichen Teil des Parks besucht und uns gefühlt wie im tropischen Regenwald, es war sehr warm und extrem feucht. Was uns besonders begeistert hat, ist, dass außer uns kaum Besucher dort waren. Oft waren wir die einzigen auf dem Wanderweg. Es war sehr ruhig und außer den Vögeln hörte man nichts.
Die Everglades werden auch als Grasfluss bezeichnet, wobei man nicht so viel vom „Fließen“ mitbekommt, da er nur mit einem Meter pro Stunde fließt.
Um das Sumpfgebiet für Besucher zugänglich zu machen, sind verschiedene Wege als erhöhte Holzstege angelegt worden. Es war faszinierend mitten durch diese unberührte, geheimnisvolle Sumpflandschaft zu gehen und nach den Tieren Ausschau zu halten.
Am besten hat uns der erste Wanderweg, der Anhinga Trail, gefallen. Dort haben wir direkt aus nächster Nähe ein Babykrokodil gesehen, was sich durch nichts stören ließ und die Sonne genoss. Es sah richtig friedlich aus, aber wir wussten, dass irgendwo in der Nähe bestimmt das große Mutterkrokodil auf der Lauer liegt 😉
Als wir weitergingen, sahen wir auch schon ein riesiges Krokodil. Eigentlich soll man 4 bis 5 m von ihnen Abstand halten, aber es lag direkt am Wanderweg, deshalb hatten wir keine Wahl. Wir hatten ein etwas mulmiges Gefühl, an ihm vorbeigzugehen, aber zum Glück döste es weiter und öffnete nur mal kurz die Augen. Neben ein paar Schildkröten sahen wir viele Vögel und Riesenheuschrecken. Auf dem Rückweg entdeckten wir sogar noch eine Schlange: eine Schwarznatter. Diese machte sich aber schnell aus dem Staub.
Auch die Pflanzenwelt ist echt beeindruckend. In der Mischzone von Süß- und Salzwasser findet man die Mangrovenbäume, sie sind die einzigen, die mit Salzwasser zurecht kommen. Die schwarze Mangrove wird auch als Schnorchelbaum bezeichnet, weil ihre stäbchenförmigen Wurzeln extra so weit aus dem Wasser herausragen, dass sie über diese noch mit genug Sauerstoff versorgt wird, wenn die Flut kommt, also funktionieren ihre Wurzeln wie Schnorchel.
Zum Schluss fuhren wir noch zum Flamingo Besucherzentrum. Dort konnten wir im Hafen ein paar Seekühe bestaunen. Leider sah man diese riesigen Tiere aber immer nur mit dem Rücken aus dem Wasser gucken, mehr war von ihnen nicht zu sehen. Danach schlugen uns die zahlreichen Moskitos endgültig in die Flucht und wir traten den Rückzug an 😉

08.10.

Frühe Kiterunde am Morgen
Da wir in der Windvorhersage gesehen hatten, dass es heute nur vormittags windig sein soll, sind wir früh aufgestanden, um pünktlich mit dem Wind in Key West anzukommen.
Man sah an den dort liegenden abgeknickten Palmenzweigen und daran, dass die Straße – vom Meer überspült- stellenweise noch unter Wasser stand, dass dort das Gewitter gestern ziemlich gewütet hat.
Windtechnisch hat sich das Weckerstellen tatsächlich sehr gelohnt (und so ein Frühstück schmeckt nach einer Runde auf dem Wasser sogar noch viel besser 😉 ). Wir waren die ersten mit Kite am Strand und hatten das Meer zwei Stunden für uns alleine. Dann kamen auch allmählich die Kiter aus Key West. Einer der Kiter, den wir vorgestern schon kennengelernt hatten, wohnt direkt am Strand und hat schon von seinem Balkon erkannt, dass es die „German guys“ sein müssen, die schon draußen sind, da wir die einzigen sind, die einen North Rebel fliegen. Nach ca. 4 Stunden beendete eine herannahende Unwetterfront dann die Kitesession. Da wir nun schon mal bis Key West gefahren waren, schauten wir uns noch den südlichsten Punkt der kontinentalen USA an, von dort sind es nur noch 145 km bis Kuba.
Anschließend kamen wir noch am Edward Knight Pier vorbei, wo wir uns wunderten, dass dort so viele Hühner frei herumlaufen. Später haben wir herausgefunden, dass es daran liegt, dass, nachdem die Hahnenkämpfe verboten wurden, die Hühnerpopulation immer weiter anwuchs, da ein strenges Vogelschutzgesetz auf den Keys auch die Hühner schützt.
Wir schafften es vom Pier gerade noch ins Auto, bevor der Starkregen mit Blitz und Donner einsetzte.

07.10.

Ein entspannter Regentag
Eigentlich ist Regen ja nicht so willkommen, nachdem wir aber gestern zu viel Sonne auf dem Meer abbekommen hatten und wir auch etwas Muskelkater hatten, störte er uns gar nicht, zumal es der erste komplett verregnete Tag seit dem Beginn unserer Reise ist.
Wir haben für Donnerstag einen Tauchtrip gebucht und sind schon sehr gespannt auf das Riff, was wir besuchen werden.
Es wurde ein sehr entspannter Tag, den wir mit Angeln, Skipbo spielen und Pizza backen verbracht haben.
Abends gewitterte es dann so heftig, dass sich plötzlich wie von Geisterhand der Fernseher einfach von alleine einschaltete.

06.10.

Kitetrip
Heute sollte ein sehr herausragender Tag werden, denn wir haben einen Kitetrip per Boot zu einem ganz besonderen Spot unternommen. Mit dem Boot fuhren wir 20 Minuten von Key West aus zu einer unglaublich tollen Stelle zum Kiten. Es war kilometerweit flach und stehtief. Die vielen verschiedenen Farben des Meeres waren atemberaubend. Ein toller Spielplatz, um sich stundenlang auszutoben. Nach vier Stunden sind wir dann ziemlich ausgepowert wieder nach Key West zurückgefahren. Den Abend haben wir dann mit leckeren Sachen vom Grill ausklingen lassen.

05.10.

Ausflug nach Key West- Smathers Beach!
Nach einem entspannten Frühstück fuhren wir heute nach Key West, dem südlichsten Punkt Floridas. Dabei passierten wir die berühmte knapp 11km lange Seven Mile Bridge, die die Inseln miteinander verbindet. Die Landschaft, die sich links und rechts von uns erstreckte, sah schon richtig karibisch aus mit türkisem, klarem Wasser. Von Weitem sahen wir auch die Eisenbahnbrücke, die teilweise zerstört und eingebrochen war durch einen Hurrikan 1935 und danach nie wieder aufgebaut wurde.
In Key West gingen wir zu einem Kiteshop, um dort Informationen zu bekommen, wo man dort am besten surfen kann. An dem angegebenen Ort fanden wir allerdings nur eine Destillerie. Ohne große Hoffnung fragte ich den erstbesten Mitarbeiter, wo man denn hier gut kiten könne. Er meinte, dafür müsse man erst einen Schnaps trinken und schickte uns dann nach Smathers Beach. Der Spot kann sich echt sehen lassen: breiter Sandstrand mit Palmen gesäumt. Als wir die Locals befragten, wo denn dort die Schwimmerzone wäre, die man als Kiter nicht nutzen darf, lachten sie nur und sagten, solche Verbote gebe es in den USA nicht. Wie praktisch für uns 😉 Wir genossen es sehr, im warmen Wasser zu kiten. Außerdem kommt man sehr schnell mit den einheimischen Kitern ins Gespräch, die alle sehr offen, freundlich und interessiert sind. So trafen wir auch den vermeintlichen Mitarbeiter aus der Destillerie wieder, der nun auch auf sein Board gestiegen war und die aufsehenerregendsten Sprünge am ganzen Strand vollführte (nicht ohne uns zwischenzeitlich zu fragen, ob uns sein Tipp mit Smathers Beach gefalle). Als ich später noch länger mit ihm ins Gespräch kam und fragte, wie lange er schon surft, lachte er nur und meinte, seine aktive Wettbewerbszeit sei vorbei, er sei nur noch so zum Spaß auf dem Wasser. Er habe aber lange bei Cabrinha unter Vertrag gestanden. Wir kannten zwar nur seinen Vornamen, Paul, haben ihn bei Google aber schnell ausfindig gemacht und gesehen, dass er der Prorider Paul Menta ist und einer der allerersten Kiter weltweit, der mittlerweile auf der ganzen Welt Kiteschulen aufgebaut hat sowie eine Destillerie in den Keys. Da habe ich also instinktiv die richtige Person in der Destillerie angesprochen 😉

04.10.

Coco Plum Beach ist quasi unser Homespot hier direkt um die Ecke. Hier können wir super von morgens bis abends kiten, wenn entsprechend Wind ist:-)! Wir haben hier ein älteres Paar getroffen, das 1992 von Schweden in die USA/Florida ausgewandert ist. Ihr Hauptgrund war das Wetter. Beide kiten schon lange und haben sehr viel Spaß daran. Er hat sogar ein Boot für den Notfall, falls er seine Frau mal vom Wasser retten müsse. Sie haben es bis heute nicht bereut, dass sie ausgewandert sind, sagen sie. Als gegen 15.00Uhr der Wind völlig einbrach, waren wir plötzlich alleine am Strand und haben voller Hoffnung ausgeharrt. Es hat sich gelohnt! 1,5 Stunden später frischte es wieder auf und wir konnten eine herrliche Session bis in den Abend hinein kiten. Zuhause gab es danach lecker Gegrilltes zum Essen.

03.10.

Auf in die Florida Keys!
Nach nur einer Nacht in Miami sind wir heute zu den Florida Keys gefahren. Auf dem Weg zu unserer Wohnung machten wir noch einen Zwischenstopp auf der Islamorada bei Robbie’s. Dort konnte man riesen Tarpon Fische sehen, die im Hafenbecken umherschwammen. Wirklich eindrucksvolle Kolosse, denen wollen wir lieber nicht beim Kiten begegnen. In Key Colony Beach werden wir für die nächsten 11 Tage eine Ferienwohnung haben. Die Wohnung hat übrigens auch noch ein Gästeschlafzimmer und -bad, falls uns jemand spontan besuchen möchte ;-)!? So lange waren wir seit 2,5 Monaten nicht mehr an ein und demselben Ort. Das bedeutet, dass es sich tatsächlich mal lohnt, die Rucksäcke auszupacken. Auf der Terrasse unserer Wohnung wurden wir auch direkt wieder von einem Leguan begrüßt. Der atlantische Ozean reicht bis an die Terrasse unserer Ferienwohnung, echt ein Traum. Hier kommt es vor, dass die Luxusyachten direkt vor dem Wohnzimmerfenster vorbeifahren. Man kann sich gut vorstellen, welchen Schaden der Hurrikan Dorian angerichtet hätte, wenn er die Keys erwischt hätte, denn die ganzen Häuser sind überhaupt nicht geschützt.
Wir sind heute zum Curry Hammock State Park zum Kitesurfen gefahren. Endlich noch mal ohne Neoprenanzug bei 28 Grad Wassertemperatur surfen zu können ist unglaublich, vor allem hatten wir auch an der kalifornischen Westküste das Flachwasser ziemlich vermisst.

Blick von unserer Terrasse
(das obere Bild :-))

02.10.

Flug nach Miami
Es sollte eine sehr kurze Nacht werden, denn der Nachtflug dauerte nur knapp 5 Stunden. Ziemlich müde (denn nach der Ortszeit von Las Vegas wären es nicht 7 Uhr früh, sondern erst 4 Uhr) holten wir unseren Mietwagen ab. Wir waren sehr verwundert, als uns der Angestellte der Mietwagenfirma mitteilte, dass wir uns einfach irgendeinen der Mietwagen in unserer gebuchten Klasse aussuchen könnten, die Schlüssel würden überall stecken. Echt verrückt. Außerdem waren wir darüber überrascht, dass die Menschen hier fast nur noch Spanisch reden. Auch das Wetter unterschied sich deutlich von der Westküste. Es war ziemlich heiß mit über 30 Grad und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Hier regnet es alle paar Stunden sehr stark. Anschließend klart es direkt wieder auf und die Sonne scheint, bis sich wieder so viele  Wolken angesammelt haben, dass es wieder regnet usw.
Mit dem Mietwagen ging es dann nördlich von Miami zu Jupiter Kiteboarding, wo wir uns einen neuen Reisegefährten namens Duotone Evo in 9m2 zulegten, um auch bei stärkerem Wind noch auf dem Wasser sein zu können.
Auf dem Parkplatz hörten wir es plötzlich laut im Gebüsch rascheln und bekamen schon einen Schreck. Erst glaubten wir, es sei wieder  eine Schlange. Dann sahen wir erst, dass es nur ein harmloser riesen Leguan war, der aus dem Gestrüpp kam. Die grünen Echsen haben sich in ganz Florida ausgebreitet, seitdem sie vor einigen Jahren illegal ausgesetzt wurden bzw. aus Tierhandlungen ausgerissen sind.
Miami sieht übrigens tatsächlich so aus, wie man es aus dem Fernsehen kennt: viele Palmen, weiße Strände und karibisch blaues Meer. Echt ein Traum! Außerdem scheint hier fast jeder ein Boot zu besitzen. Damit diese ganzen Wasserfahrzeuge noch Platz im Hafen finden, werden diese sogar in riesigen Regalen gestapelt.
Nach einem Monat im Camper freuen wir uns heute Abend besonders darauf, noch mal in einem großen bequemen Bett zu schlafen. Morgen geht es dann weiter auf die Florida Keys, eine Gruppe kleiner tropischer Inseln ganz im Süden Floridas.

01.10.

Zurück nach Las Vegas!
Nach 29 Tagen und 4800 km haben wir heute den Camper in Las Vegas zurückgegeben. Während wir vor 4 Wochen Las Vegas in glühender Hitze kennenlernten, hatten wir nun das Glück, bei gemäßigten Temperaturen durch die Stadt zu laufen
Da unser Flug erst heute Nacht nach Miami geht, wollten wir noch mal zum berühmten Strip. Wir schauten uns den Flamingo Hotelkomplex an, wo man einige Tiere in einem eigens für sie angelegten Habitat bestaunen konnte. Uns haben die Flamingos in freier Wildbahn aber deutlich besser gefallen.
Anschließend fuhren wir zum Hotel The Venetian. Dort haben wir uns tatsächlich wie in Venedig gefühlt. Draußen kann man die nachgebildete Rialtobrücke bestaunen und über den Markusplatz flanieren. Doch damit nicht genug. Im Inneren gibt es sogar künstlich angelegte Kanäle, auf denen man sich stilvoll mit einer für Venedig typischen Gondel herumfahren lassen konnte unter einem künstlichen Himmel. Echt verrückt. Wir hatten uns zwischenzeitlich schon gewundert, warum den ganzen Tag zahlreiche Pickups mit vielen Amerikaflaggen über den Strip fuhren. Vom Taxifahrer haben wir dann erfahren, dass der Amoklauf, bei dem der Täter aus seinem Hotelzimmer 58 Menschen erschossen hat, heute genau vor 2 Jahren war.

30.09.

Tour durchs Death Valley!
Bei angenehm erfrischenden Temperaturen sind wir zuerst zu den Mesquite Flat Sand Dunes gefahren. Wir haben uns ein bisschen wie in Namibia gefühlt, als wir in den bis zu 30m hohen leuchtenden Sanddünen umherwanderten. Da es nur sehr wenige Dünengebiete in der Wüste dort gibt, stellen sie eine echte Seltenheit dar.
Dann fuhren wir weiter zum Devil’s Golf Course, dort ist der Boden so uneben, dass dort nur der Teufel persönlich Golf spielen könnte (daher der Name). Die Salztonebene sieht hier tatsächlich so aus wie ein gefrorener, frisch gepflügter Acker und fühlt sich auch so an: wahnsinnig hart und unnachgiebig. Es war gar nicht so einfach, sich darin fortzubewegen.
Nun kommt unser persönlicher Höhepunkt des Death Valleys: das Badwater Basin. Dieser Ort stellt mit 86 Meter unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt in ganz Nordamerika dar. Das Badwater Basin ist wirklich sehr beeindruckend. Soweit das Auge reicht, sieht man nur Salzpfanne. Da es nicht zu heiß war, konnte wir weit in die Salzpfanne hineingehen. In der Mitte angekommen hat man sich gefühlt wie in der Wüste. Die Salzkristalle haben richtig geblendet und es war unglaublich still. Trotz der verhältnismäßig kühlen Temperaturen wurde es uns schnell zu warm. Die Salzkruste hat sich unglaublich rau unter den Füßen angefühlt, so als würde man über Eissplitter laufen. Hat man nur wenige Zentimeter unter der Salzkruste etwas gegraben, ist man direkt auf Wasser gestoßen.
Nicht weniger überwältigend war die Aussicht vom Artists Palette mit ihrem spektakulären Farbspiel. Dort sah man genau wie bei der Farbpalette eines Künstlers sämtliche Regenbogenfarben auf den Bergen abgebildet, von Türkis bis Kupferrot war alles dabei.
Zum Schluss fuhren wir dann noch zum Zabriskie Point. An diesem Aussichtspunkt bekommt man gold schimmernde Felsen zu sehen.
Insgesamt hat uns das Death Valley als Ort der Extreme sehr beeindruckt, was aber sicherlich auch damit zusammenhing, dass wir das Glück hatten, es bei gemäßigten Temperaturen zu erleben.

29.09.

Auf dem Weg ins Death Valley (Tal des Todes)
Als wir aufwachten, war es ziemlich kalt. Praktischerweise hatten wir direkt auf dem Parkplatz der heißen Quellen campen können und entschieden uns, den Tag darin entspannt zu beginnen. Als wir unseren Camper verlassen hatten, konnten wir sehen, dass es bei uns auf ca. 2100 m Höhe geschneit hatte.
Umso willkommener war das wohltuende warme Wasser inmitten der spektakulären Landschaft.
Dann ging es ins Death Valley, es liegt in der Mojave-Wüste und gilt als einer der heißesten Orte der Welt. Schon der Weg dahin war sehenswert, da wir an einem erloschenen Vulkan vorbeigefahren sind, wo man noch genau sehen konnte, wo ehemals die Lava hinabgeflossen ist und ihre Spuren hinterlassen hat. Links und rechts der Straße türmten sich große Lavagesteinshaufen.
Während es im Death Valley im Sommer noch durchschnittlich 47 Grad heiß wird, haben wir nun mit 25 Grad sehr angenehme Temperaturen. Deshalb entschieden wir uns, im Death Valley zu campen. Dabei lernten wir 2 nette Niederländer und eine sehr sympathische Amerikanerin, die einen richtig süßen Dackel dabei hatte, kennen. Sie war gerade auf dem Weg zu ihrem nächsten Marathonziel, da sie es sich zum Ziel gesetzt hatte, in jedem Bundesland der USA einen Marathon zu laufen. (36 hat sie schon) In dieser lustigen Runde lernten wir auch eine „typisch deutsche“ Verhaltensweise kennen, die von den Niederländern bei deutschen Urlaubern wohl häufig in Holland am Strand beobachtet wird: die Deutschen scheinen es zu lieben, Löcher in den Sand zu graben, wahrscheinlich um ihr Revier zu markieren, so ihre Vermutung. Ob diese Beobachtung tatsächlich zutrifft, müssen wir dann wohl mal nächstes Jahr überprüfen.

28.09.

Bodie Ghost Town und Wild Willy’s Hotsprings
Tatsächlich wurde es nachts sehr kalt im Camper ohne Heizung und wir waren froh, dass wir so warme Schlafsäcke hatten, von denen wir in Las Vegas noch dachten, dass wir sie nie brauchen würden.
Da wir absolut keine Lust darauf hatten, mit dem Camper im Schnee steckenzubleiben ohne Schneeketten, sind wir frühzeitig aufgebrochen. Der Tiogapass (ca. 3000m Höhe), der uns aus dem Yosemite Park hinausführte, sollte auch ab 16 Uhr gesperrt werden wegen der Schneevorhersage.
Wir fuhren dann zur Ghost Town Bodie. Sie gilt als die noch am besten erhaltene Geisterstadt der USA und entstand um 1859 als ehemalige Goldgräbersiedlung. Als der Ertrag der Minen nach einiger Zeit nicht mehr genug einbrachte, verließen die Menschen nach und nach Bodie und ließen vieles zurück. Der Ort wurde um 1940 zur Geisterstadt. Alles wurde genauso erhalten, wie es zurückgelassen wurde. Es war wie ein Zeitsprung zurück in die Vergangenheit und richtig faszinierend, sich die alten Häuser anzuschauen, in denen noch viel Mobiliar stand. Außerdem lagen noch alte verrostete Autos herum, manche sogar mit Motor. Es gab eine Schule, wo man noch Schulbücher und Landkarten aus jener Zeit bewundern konnte sowie einen Saloon, in dem die Zeit stehen geblieben ist, überall lagen und standen noch Bierflaschen herum. Als wir uns nach dieser tollen Ghost Town den heißen Quellen näherten, die vor tausenden Jahren aufgrund von vulkanischer Aktivität entstanden, sahen wir schon von Weitem den heißen Dampf aufsteigen. Das Faszinierende an ihnen war, dass sie im Gegensatz zu den heißen Quellen, die wir in Namibia besucht hatten, in komplett natürlicher Umgebung waren vor einer atemberaubenden Bergkulisse.
Das Wasser sprudelte richtig heiß mit 40 Grad an unterschiedlichen Stellen aus dem Boden, sodass sich verschiedene „Pools“ gebildet hatten, in denen man sitzen konnte. Es war wie in einem Whirlpool, nur besser 😉 und obwohl Samstag war, hatten wir sogar einen Pool ganz für uns alleine.
Aus der Ferne sahen wir tatsächlich über den Gipfeln des Yosemite die herannahende, Schnee verheißende Wolkenfront. Aber in den heißen Quellen sitzend lässt einen der Schnee doch ziemlich locker.

27.09.

Yosemite Nationalpark
Nachdem wir heute morgen auf unserem Lagerfeuer Brötchen geröstet und ein tolles Frühstück mitten in der Natur genießen konnten, ging es dann wieder zurück in die Zivilisation. Wir waren doch ein bisschen erleichtert, als wir es mit unserem betagten Camper den steilen Weg wieder hinaufgeschafft hatten. Leider kamen uns auf dieser wahnsinnig engen Straße auch noch fünf Autos entgegen…
Der Yosemite Park beeindruckte uns schon von Weitem mit seinen hohen steil abfallenden Granitfelsen. Leider war dies der bisher vollste Nationalpark, den wir besucht haben, obwohl es noch nicht einmal Wochenende war. Zum Glück verteilten sich die Menschen aber ganz gut im Park.
Wir entschieden uns für die Wanderung, die den Vernal und Nevada Wasserfall verbindet, den so genannten John Muir Trail.
Hier entdeckten wir auch die ersten Herbstboten trotz immer noch hochsommerlicher Temperaturen: wunderbar gelb gefärbte Bäume.
Als wir endlich den steilen Aufstieg zum Nevada Wasserfall geschafft hatten, konnten wir eine unglaublich tolle Aussicht von dort oben aufs Yosemite Tal genießen. Es ging dort so steil nach unten, dass man sich nur auf dem Bauch bis zur Kante traute, um von dort einen Blick hinab zu riskieren.
Wir fuhren danach zu einem Campingplatz in der Nähe des Yosemite Parks und kamen dort erst im Dunkeln an. Als wir uns dort eingerichtet hatten, entdeckte ich zufällig ein Schild, dass der Campingplatz wegen eines angekündigten Schneesturms morgen Mittag schließt und auch die Passstraße, über die wir den Yosemite Nationalpark verlassen wollten. Wir konnten es zuerst kaum glauben und hielten es für einen Scherz. Aber die anderen Camper bestätigten uns die Schneewarnung. Also ist auf über 3000 Metern der Sommer wohl tatsächlich allmählich vorbei.


26.09.

Auf zum Yosemite Nationalpark!
Als wir aufgewacht sind, war die Golden Gate Bridge noch komplett im Nebel versteckt, der sich erst nach einer Weile auflöste.
Auf dem Weg  zum Yosemite Nationalpark ging es über die imposante Richmond San Rafael Brücke, die sogar auf zwei Etagen Fahrspuren anbietet.
Zwischendurch hielten wir noch beim Play it again sports an, die gebrauchte Sportartikel an- und verkaufen. Echt ein gutes Konzept. Dort wurden wir dann auch unser lieb gewonnenes Surfbrett los, das wir nun im Inland bis zur Rückgabe des Campers am 1.10 in Las Vegas nicht mehr gebrauchen würden.
Ein Stück vor dem Yosemite steuerten wir einen Stellplatz im Stanislaus Nationalforest an. Dort gibt es Campingplätze, die man sich allerdings nicht wie deutsche Campingplätze vorstellen darf. Es sind kostenlose Stellplätze mitten im Wald. Außer Toiletten gibt es noch auf jedem Stellplatz eine Feuerstelle und Sitzgelegenheiten. Was braucht man schon mehr. Wir hatten sogar einen ganzen Campingplatz, den South Fork Campground, für uns alleine. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass man ziemlich gute Offroad Fahrfertigkeiten und ein stabiles Nervenkostüm braucht, um den 3,5 Tonnen Camper die ausgewaschene, steile Straße über 8km den Berg hinabzusteuern, während es rechts ohne Leitplanken ziemlich weit nach unten ging. Aber der Weg hat sich definitiv gelohnt. Ein unbeschreibliches Gefühl ganz alleine fernab der Zivilisation in der Wildnis zu sein.

25.09.

San Francisco Teil 2
Bei unserer Fahrradtour gestern haben wir einen richtig tollen Parkplatz direkt am Strand unter der Golden Gate Bridge entdeckt, mit Grillplätzen und Strandduschen. Dort sind wir heute mit unserem Camper hingefahren. Dann hieß es erst einmal auf Wind warten, denn der sollte erst gegen Nachmittag ausreichend stark sein. Die Kitebedingungen waren allerdings nicht die Einfachsten. Je nach Ebbe oder Flut gibt es eine starke Gezeitenströmung, es fahren große Dampfer in der Schifffahrtsrinne und Rettungsboote gibt es auch nicht, wenn man sein Board nicht mehr wiederfindet. Deshalb wollten wir unser Glück nicht zu sehr herausfordern und waren nur kurz draußen.
Dann ging es weiter zu unserem heutigen Stellplatz. Erst konnten wir gar nicht glauben, dass wir hier tatsächlich legal stehen können, denn der Stellplatz bietet eine unglaubliche Aussicht auf San Francisco und die Golden Gate Bridge, da wir direkt neben der Brücke auf einem Aussichtspunkt stehen. Wir freuen uns schon darauf, von hier morgen den Sonnenaufgang zu sehen.

24.09.

San Francisco
So sollte jeder Tag anfangen: von Wellenrauschen geweckt werden und nach einem Spaziergang zum Strand einen leckeren Cappuccino in einer Kaffeerösterei genießen, kaum zu toppen! Dort haben wir vom Besitzer sogar ein Paket selbst geröstete Kaffeebohnen zum Probieren geschenkt bekommen. Danach ging es dann nach San Francisco. Unser erster Eindruck von der Stadt war nicht sonderlich positiv: die Stadt wirkte sehr dreckig, es hat überall gestunken und wir haben noch in keiner Stadt so viele Obdachlose gesehen wie dort. Zum Teil „wohnen“ sie in ihren Autos, die bis unters Dach vollgepackt sind und ziemlich verbeult aussehen. Erst als wir uns der Hafengegend näherten, änderte sich das Stadtbild zum Positiven. Wir sind die berühmte Lombard Street hochgegangen, die sich durch ihre extreme Steigung von 27 Prozent auszeichnet. Da es wegen dieser Steigung in der Vergangenheit oft zu Problemen kam, wurden auf einem Teilbereich der Straße sehr enge Kurven eingefügt. Auf den sehr steilen Straßen fahren noch einige wenige Cable Cars, von Stahlseilen gezogene Straßenbahnen. Mit denen kommt man bequem die Hügel hoch und runter.
Dann ging es mit den Fahrrädern zum Hafen. Von dort hat man einen guten Blick auf die berühmte ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz. Wenn man den Radweg entlang fährt, kommt man an einem Strand unterhalb der Golden Gate Bridge  vorbei, an dem wir einige Kiter gesehen haben. Wenn der Wind morgen stimmt, probieren wir das auch mal aus 🙂
Mit den Fahrrädern über die Golden Gate Bridge zu fahren war ein besonderes Erlebnis. Die Brücke bietet eine tolle Sicht auf die ganze Stadt.

23.09.

Pillar Point Harbor
Was für ein lustiger Name, oder:-)!? Wir sind hier „gelandet“, weil uns hier Flachwasser zum Kiten empfohlen wurde. Nur dass im Flachwasser sämtliche Boote geankert haben, hat uns keiner erzählt:-). Direkt unter dem lustig klingenden Hafen erstreckt sich aber die Halfmoon Bay. Hier konnten wir bei lauen 13-15 Knoten perfekt über das Wasser gleiten, sofern man es geschafft hat, die brechenden Wellen am Strand zu überwinden. Danach erstreckte sich vor uns ein riesengroßes Gebiet zum Kiten, in dem wir wieder alleine unterwegs waren. Einfach klasse! Ansonsten haben wir es heute ruhig angehen lassen und abends noch lecker Curry mit Banane, Pfirsich und Ananas am Strand gekocht.

22.09.

Santa Cruz
Santa Cruz ist DIE Surfstadt, deshalb wollten wir uns davon auch mal einen Eindruck verschaffen. Wir kamen direkt an dem berühmtesten Surfspot an: Steamers Lane. Dort gehen nur richtige Experten ins Wasser, da die Wellen einen gegen die Klippen schleudern können, wenn etwas schief geht. Deshalb haben wir den Profis lieber von oben zugeschaut. Am Spot gibt es auch ein Surfer Memorial, das an diejenigen erinnert, die dort in den Wellen umgekommen sind.
Wir haben es dann lieber am Cowell Beach probiert, wo harmlosere Wellen reinkommen. Leider gab es aber so gut wie gar keine Wellen. Aber immerhin gab es am Strand viel zu sehen. Z.B. den Vergnügungspark direkt am Strand, wo es immer noch eine Holzachterbahn von 1924 zu bestaunen gibt. Außerdem entdeckten wir noch eine Dampflock, die plötzlich mit viel Getöse mitten durch die Stadt fuhr.

21.09.

Monterey
Dieser kleine Küstenort hat uns ganz gut gefallen, auch wenn er etwas touristisch ist. Das Zentrum stellt die Fisherman’s Wharf dar, wo sich ein Fischrestaurant an das andere reiht, neben einigen Süßigkeitenläden. Dort wurden wir auch direkt von einem Seelöwen begrüßt, der unter uns im Wasser sämtliche Kunststücke vollführte. In der Hoffnung, ein paar Wale zu entdecken, haben wir eine Whale Watching Tour gemacht. Es hat sich wirklich gelohnt. Alleine die Fahrt über das wahnsinnige Geschaukel der Wellen, bei dem man sich gut festhalten musste, hat schon viel Spaß gemacht. Einige Pelikane begleiteten uns.
Als wir die Küste hinter uns gelassen haben, sahen wir ihn: einen riesigen Blauwal. Das Erste, was wir von ihm sahen, war seine hohe Atemluftfontäne. An der Wasseroberfläche ließ sich der Blauwal Zeit. Er tankte neuen Sauerstoff für tiefere Tauchgänge auf und tauchte dann für ca. 10 Minuten ab, nachdem er seine eindrucksvolle Fluke gezeigt hatte.
Das Spannende daran war, dass man nie wusste, wo und wann der Wal wieder auftauchen würde. Einmal haben wir uns richtig erschreckt, als er plötzlich nach einem langen Tauchgang direkt vor unserem Schiff mit einem lauten Atemstoß wieder an die Ober6fläche kam. Diese Tour hatte sich wirklich gelohnt. Wir hatten lediglich ein paar Delfine und ggf. ein paar Buckelwale erwartet, aber nicht, dem größten Säugetier der Erde zu begegnen, da solche Sichtungen in Monterey auch eher selten sind. Als wir ins Hafenbecken einfuhren, sahen wir noch ein  paar süße Fischotter, die auf dem Rücken liegend im Wasser chillten.

20.09.

Big Sur/ Highway 1

Nachdem wir gestern Abend ein gutes Café in Strandnähe empfohlen bekommen haben, haben wir dorthin heute Morgen einen Strandpaziergang gemacht. Es hat sich wirklich gelohnt. Der Cappuccino und der Latte Macchiato waren sooo lecker! Das Schokotörtchen selbstverständlich auch 😉
Danach hieß es dann Abschied von unseren lieben Nachbarn nehmen. Es gab noch ein Abschiedsfoto mit dem gestrigen Geburtstagskind und die Männer ließen es sich nicht nehmen, uns beim Auffüllen des Wassertanks tatkräftig zu unterstützen 😉
Dann ging es auf dem Highway 1 an der unglaublich schönen Küste entlang. Links der Pazifik mit seiner atemberaubenden Steilküste und rechts die Santa Lucia Berge. Es gab so viel zu sehen, dass wir einige Zwischenstopps gemacht haben. Wir haben Delfinen direkt am Strand beim Wellenreiten zugucken können.
Vor allem der Strandabschnitt, an dem sich die Seeelefanten im Sand aalten und sich darin einbuddelten, beeindruckte uns.
Die spontane Campingplatzsuche gestaltete sich heute leider ziemlich schwierig, da Wochenende ist und viele Plätze schon völlig ausgebucht waren im beliebten Big Sur State Park. Zum Glück hatten wir dann am 5. Campingplatz Erfolg und haben noch ein Plätzchen gefunden.

19.09.

Als wir heute Vormittag am Strand entlang bis zum Pismo Pier spazierten, wo ein langer Holzsteg ins Wasser ragt, stellten wir schon fest, dass es extrem windig ist. Da wir nur den 12er Kite dabei haben, konnte also nur Johannes raus, mich hätte der Wind damit wohl weggeblasen. Aber wir hatten ja zum Glück noch das Board zum Wellenreiten dabei.
Als wir nachmittags mit einigen Ästen vom Strand zu unserm Camper zurückkehrten, um später ein schönes Lagerfeuer zu machen, haben uns unsere Campingplatznachbarn, ein älteres Ehepaar, eine Axt und ein Bündel Holz gebracht, da sie meinten, dass unser Holz nicht für einen langen Abend am Feuer ausreichen würde. Als sie hörten, dass wir aus Deutschland kamen, waren sie ganz entzückt, hießen uns willkommen und sagten, sie hofften, dass die Amerikaner bisher sehr nett zu uns waren.
Als wir später die Axt zurückbringen wollten, wurden wir von ihnen kurzerhand zum Abendessen eingeladen, es war nämlich Susans 73. Geburtstag. Außer uns kamen auch noch einige andere Gäste, es war eine richtig nette Runde. Sie alle rechneten es uns hoch an, dass wir als „Germans“ trotz der aktuellen politischen Lage in ihr Land gekommen sind.
Susans Mann ist übrigens auch schon einmal um die Welt gereist, allerdings 1964, als es noch deutlich komplizierter war als heute. Echt interessant. Wir haben viele gute Reisetipps bekommen und sogar einen Kontakt in Santa Cruz, wo wir in 2 Tagen sein werden. Susan war ganz aus dem Häuschen und wiederholte den ganzen Abend, dass dies ihr schönster Geburtstag gewesen sei, mit so jungen Leuten und so international 😉 Wer hätte gedacht, dass ein 73. Geburtstag so kurzweilig und lustig werden könnte.

18.09.

…schlafen, aufstehen, essen, kiten, essen, hinlegen, schlafen.

17.09.

Traumstrand Pismo Beach!
Ungefähr in der Mitte zwischen LA und San Francisco liegt der Strand/die Bucht Pismo Beach. Ausgewählt haben wir dieses Ziel, weil hier die nächsten Tage perfekter Wind für unseren 12er Kite angesagt ist und weil direkt am Strand ein Campingplatz liegt. Übrigens der erste offizielle Campingplatz, den wir in den USA ansteuern:-). Die Bedingungen hier sind einfach perfekt! Das Wasser ist deutlich kälter, aber wir haben ja jetzt die Neoprenanzüge und seit heute auch ein neues Handgepäckstück für den Transport unserer neu erworbenen Sachen. Der Wind passt super, side onshore und die Wellen sind ca.1/2 Meter hoch. Da Kiten hier offensichtlich noch nicht so ein Hype ist wie in Deutschland, Holland usw., waren wir ganz alleine auf dem Wasser. Einer mit Surfbord, der andere mit Kite und das im Wechsel. Am Strand hat sich dann schnell eine Menschentraube gebildet, um zu fotografieren:-). Später wurden wir gefragt,  wie man das macht, dass wir immer wieder zurückkommen und nicht wegfliegen mit dem Kite:-). Abends konnten wir dann einen tollen Sonnenuntergang bestaunen,  bevor wir dann Holz gesammelt haben, um uns leckere Spieße zu grillen. Hier könnte man gleich bleiben. Hier stimmt alles…

16.09.

Beverly Hills und Hollywood
Die Stadt der Schönen und Reichen hat so einiges an Luxusvillen, teuren Autos (vornehmlich Porsche, Ferrari und Aston Martin) und sehr exklusiven Modelabels zu bieten. Vor allem der Rodeo Drive gilt als eine der teuersten Straße der Welt. Dort reihen sich Geschäfte wie Louis Vuitton, Prada und Dolce & Gabbana aneinander.
Als wir genug von diesem Luxusflair geschnuppert hatten, sind wir in die Hollywood Hills gefahren und wanderten dort zum berühmten Hollywood Schriftzug. Von dort oben hatten wir auch eine unglaublich tolle Aussicht auf Los Angeles. Auf unserem Rückweg sind wir noch an einem Filmdreh unterhalb des Hollywood Schilds vorbeigekommen und durften ein bisschen zusehen. Die Filmcrew war echt nett und hat uns direkt Smoothies angeboten, da wir ja eine so anstrengende Wanderung hinter uns hätten ;-).Übrigens- hier surft sogar die Polizei! Siehe letztes Foto:)!

15.09.

Auf nach L.A.
Mit einem Camper in einer Großstadt kann es sehr schnell stressig werden, deshalb haben wir uns entschieden, ihn auf einem Parkplatz in Santa Monica zwischenzuparken und mit der Metro nach Los Angeles hineinzufahren. Die Ticketpreise sind mit 7 Dollar (ca. 6,50€) für einen Tag auch nicht zu teuer. Zuerst sind wir zum California Science Center im Exposition Park gefahren, da dort das originale Spaceshuttle „Endeavour“ zu bestaunen war. Ein unglaublich tolles Museum, wo es viel zum selber Experimentieren und Entdecken gibt. Obwohl wir uns eigentlich nur kurz das Spaceshuttle anschauen wollten, kamen wir erst Stunden später wieder raus, weil wir so viel Spaß darin hatten.
Es hat uns direkt an das kölner Museum „Odysseum“ erinnert, wobei das kalifornische Exemplar bis auf wenige Sonderausstellungen komplett kostenlos war. Vor allem die riesige Unterwasserwelt mit seinen Haien hat uns besonders beeindruckt.
Danach ging es zum berühmten Walk of Fame. Wir haben uns allerdings sehr darüber gewundert, dass sich sogar Donald Trump dort einen Stern verdient haben soll!? Auch auf den berühmten Hollywoodschriftzug konnten wir aus der Ferne schon einen Blick werfen.
Gegen Abend sind wir dann zum Griffith Observatory gefahren, das ist ein Planetarium, von dem aus man einen tollen Ausblick auf die ganze Stadt hat. Vor allem im Dunkeln wirkt die Skyline L.A.’s mit den ganzen Lichtern gigantisch. Wenn man nicht gerade eine Show dort besucht, kommt man sogar kostenlos rein.

14.09.

Unglaublich, was an einem Samstag in Oceanside am Strand los ist. Sämtliche Bewohner halten ganze Familienfeste am Strand ab und haben Pavillons, Gasgrill und Deko am Start. Ein stolzer Papa, dessen Tochter heute ihren ersten Geburtstag hatte, hat uns sogar Cupcakes geschenkt 🙂 Nach ein paar Stunden auf dem Wasser haben wir uns den Hafen etwas genauer angesehen und sind auf viele Seelöwen gestoßen, die direkt an der Uferpromenade faul in der Sonne lagen. Einen Babyseelöwen konnten wir dabei beobachten, wie er mehrere Anläufe brauchte, um wieder auf die Schwimminsel zu springen. Echt süß!
Morgen geht’s für uns weiter nach Los Angeles. Wir sind schon sehr gespannt auf die zweitgrößte Stadt der USA.

13.09.

Wir haben uns heute beide einen Neoprenanzug gekauft, weil der Plan ist,die Küste weiter Richtung Norden hochzufahren und da wird das Wasser sehr viel kälter. Von 22° auf 13-14°. Eine richtig gute Idee ist hier der Laden „Play it again“, denn hier bekommt man gebrauchte Sportausrüstung zu super Preisen! Auf dem Weg zum Laden sind wir an einem typischen amerikanischen Pickup vorbeigekommen. Zum Einsteigen hätte man hier schon fast eine Leiter benötigt. Solche Größen von Autos sind hier übrigens „normal“ und alltäglich auf den Straßen zu sehen. Alles unter V8 ist hier auch eher untermotorisiert. Nur wir fahren einen riesen Camper mit gefühlten 60PS. Es freut aber die LKW, denn dann können die auch mal überholen:-).

12.09.

Wir sind in einem kleinen Ort namens Oceanside gelandet. Der Ort macht seinem Namen alle Ehre, denn es gibt hier viele wunderschöne Strände. So wie sich in Deutschland die Kinder draußen zum Fußballspielen treffen, treffen sich hier alle zum Wellenreiten und es gibt sogar Vereine, die die Kids trainieren. Selbst die Kleinsten machen hier schon eine richtig gute Figur auf dem Brett.
Gegen Abend schauten auch noch ein paar Orkas unmittelbar vor dem Strand vorbei, mischten sich unter die Wellenreiter und surften auch ein paar Wellen, bis sie wieder verschwanden.

11.09.

Kalifornische Küste

Nachdem wir nun einige Zeit im Inland verbracht hatten, ging es heute an die kalifornische Küste nach Carlsbad. Dort erwartete uns bestes Wetter, angenehm warmes Wasser, weißer Sandstrand mit Palmen und schön lang auslaufende Wellen. Allerdings fehlte der Wind, um mit unserem Kite rauszugehen. Deshalb wurde es Zeit für einen neuen Mitbewohner: bei einem Surfshop um die Ecke haben wir ein Surfboard gekauft und bekamen dazu noch eine Einweisung und Boardwachs von Corry, dem Verkäufer. Die Bedingungen für Einsteiger waren echt perfekt, sodass wir nach kurzer Zeit schon die ersten Weißwasserwellen surfen konnten. Es machte uns so viel Spaß, dass wir erst bei Sonnenuntergang aufhörten

10.09.

Joshua Tree

Die fleißigen Leser unseres Blogs haben bereits von einer ganz bestimmten Hassliebe meinerseits zu einem bestimmten Tier gelesen. Auch dass uns dieses Tier geradezu  verfolgt, haben wir schon mitgeteilt und heute wird es noch eine ganz besondere Rolle spielen – dazu aber gleich mehr. Wir sind heute Morgen auf unserem Stellplatz südlich vom Joshua Tree aufgewacht und haben erstmal gemütlich in der Sonne gefrühstückt, bis es mir nach 10 Minuten zu heiß wurde und wir doch Tisch und Stühle hinter das Auto in den Schatten geräumt haben. Auf dem Weg in den Park konnten wir wunderschöne Kakteen am Straßenrand bestaunen. Hier haben sich ganze Felder voll Kakteen gebildet. Nach einem kurzen Check im Visitor Center haben wir uns für zwei kurze Wanderungen im Park entscheiden. Die erste ging durch das Hidden Valley, die zweite in Richtung Barker Damm. Das ist ein Damm, der früher von Cowboys errichtet wurde, um geklaute Viehherden zu tränken, die sie hier unbeobachtet verstecken und auch verkaufen konnten. Auf dem Weg zu diesem Damm ist SIE uns dann begegnet. Naja, man musste zunächst genau hinsehen und dann haben wir sie eher entdeckt. Eine ca. 80-90 cm lange und 3 Daumen dicke Diamant-Klapperschlange. Ich habe noch nie in freier Natur so ein absolut faszinierendes Tier gesehen. Zunächst im Schatten unter einem  Stein, dann im Geäst eines Strauchs und schließlich posierte die Schlange auf einem Felsen. Unglaublich! Mir fehlen dafür wirklich die Worte. Ich dachte immer, solche großen Schlangen sind schnell, flink und unglaublich unberechenbar. Überhaupt nicht! Klar sollte man es tunlichst vermeiden, ein Tier mit Gift, das einen umbringt, in die Enge zu treiben oder es zu stressen, denn dann hat man schnell den Kürzeren gezogen. Aber hier gab es weder Enge noch Stress. Wir hatten viel Zeit das Tier zu beobachten (ca.15 Minuten) und konnten einige Fotos und sogar Videos machen. Es war faszinierend. Dann verkroch sich das Reptil in einer Felsspalte, in der wir es zwar noch sehen konnten, wir uns aber entscheiden haben, weiterzugehen und es in Ruhe zu lassen. Für mich war dies ein ganz besonderes Highlight. Ich wusste zwar, dass es hier Schlangen gibt, aber dass wir gleich einer ausgewachsenen Diamant-Klapperschlange begegnen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Meine Furcht vor diesen Tieren hat sich heute in respektvolle Bewunderung von beeindruckender  Naturschönheiten gewandelt. Interessant fand ich diese Tiere ja schon immer, aber dieses Interesse war auch immer von schreckhafter Angst und Unberechenbarkeit begleitet, was eigentlich unbegründet ist. Wie es einem jeder Ranger empfiehlt, sollte man im Moment einer Schlangensichtung einfach stehen bleiben und es genießen, denn das kommt nicht oft vor und so gut wie alle „Unfälle“ mit Schlangen, sprich Schlangenbisse, gehen darauf zurück,  dass sich Menschen den Schlangen zu sehr genähert haben und nicht umgekehrt. Dazu kommt noch, dass Schlangen meist nicht ohne  Vorwarnung und Drohgebärde beißen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir also heute Nacht von einer Schlange gebissen werden, obwohl wir gerade inmitten ihres Territoriums mit unserem Camper stehen, ist geringer, als dass wir alle Pokertische auf einmal in Las Vegas abräumen. Mit der Gewissheit können wir uns getrost ins Bett legen und uns freuen, einen weiteren schönen erlebnisreichen Tag auf unserer Reise gehabt zu haben. Ich glaube Nici schläft auch schon:-) gute n8.

09.09.

Auf dem Weg zum Joshua Tree Park

Heute sind wir vom Grand Canyon zum Joshua Tree Park gefahren. Dazu ging es einmal quer durch den Bundesstaat Arizona in den Bundesstaat Kalifornien. Insgesamt ca. 650 Kilometer. Aber mit den richtigen Hörbüchern an Bord wird es nie langweilig 😉
Der Unterschied zwischen Arizona und Kalifornien wurde uns direkt an der Tankstelle deutlich, da man in Kalifornien für eine Gallone Benzin einen Dollar mehr bezahlen muss, also insgesamt 97 cent pro Liter statt 80 cent, für deutsche Verhältnisse sind wir also immer noch sehr günstig unterwegs 😉 Auf unserem Weg sind wir auch ein Stück über die gute alte Route 66 gefahren. Unmittelbar vor den Toren des Nationalparks haben wir wieder einen schönen freien Stellplatz gefunden. Dort gab es erst einmal was Leckeres vom Grill.
Den Joshua Tree Nationalpark schauen wir uns morgen an.

08.09.

Grand Canyon – Bright Angel Trail
Nach einer entspannten Nacht im Wald ging es heute in den nur wenige Kilometer entfernten Grand Canyon Nationalpark.
Dort entschieden wir uns, einen Teil des Bright Angel Trails zu wandern. Diese Wanderung ist die einzige, die in den Canyon hinab zum Colorado River führt. Das Tückische an dieser Wanderung ist, dass man erst den entspannten Abstieg hinab macht und erst hinterher den anstrengenden Teil, den steilen Aufstieg, vor sich hat. Es wird davor gewarnt, dass man den kompletten Aufstieg und den Abstieg an einem Tag angeht. Wir entschieden uns, einen Teil des Trails bis zum Three Mile Resthouse hinabzugehen und danach wieder aufzusteigen.
Letztlich war es auf jeden Fall ein Erlebnis, mal in den Canyon hinabgestiegen zu sein und dabei die Gesteinsschichten mehrerer Millionen Jahre Erdzeitalter zu sehen. Andererseits hat man während der Wanderung die ganze Zeit dieselbe Perspektive auf den Canyon.
Deshalb haben wir danach noch mehrere Aussichtspunkte angefahren, von wo aus man immer einen anderen Blick auf den beeindruckenden Canyon hatte.
Auf dem Rückweg sind wir noch einem großen Hirsch begegnet.
So eindrucksvoll der Grand Canyon auch ist, der Bryce Canyon hat uns doch noch etwas mehr begeistert, weil die vielfältigen Gesteinsformationen und verschiedenen Farben noch faszinierender waren.

07.09.

Lake Powell
Manchmal bemerkt man erst am nächsten Tag wie schön ein Stellplatz ist, nachdem es hell geworden ist. Umso mehr beeindruckte uns die Canyon Landschaft, in der unser Stellplatz lag. Freies Campen ist gar kein Problem in den USA und es gibt zahlreiche legale freie Stellplätze in unglaublich schöner Natur. Mit der App FreeRoam ist es ein Kinderspiel, diese ausfindig zu machen.
Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen direkt weiter zum Grand Canyon. Als wir jedoch am Lake Powell vorbei gefahren sind, lockte uns das Wasser so sehr, dass wir nicht widerstehen konnten. Am Strand tummelten sich schon zahlreiche Riesentrailer sowie zum Camper umgebaute Reisebusse.
Zum Standardequipment der Amerikaner scheint mal mindestens ein großes Boot, ein Jetski und manchmal auch noch ein Strandbuggy zum durch die Dünen Cruisen zu gehören. Selbstverständlich hat auch jeder Camper, um völlig ohne Strom stehen zu können, ein Notstromaggregat am Start, nicht etwa eine Solaranlage wie es bei uns üblich ist. Das was in einem deutschen Nationalpark absolut undenkbar wäre, ist im Glen Canyon Nationalpark alles erlaubt, z.B. direkt auf dem Strand zu parken oder mit Motorbooten und Jetskis über den Stausee zu heizen. Aber egal, wir konnten die Abkühlung trotzdem sehr genießen. Die Fahrt vom See weg gestaltete sich jedoch schwierig, da alle Wege extrem sandig waren und nun bergauf führten. Es ist uns immer noch ein Rätsel, wie es die Riesentrailer und Reidebusse dort
rausschaffen. Es kam, wie es kommen musste: wir blieben mit unserem Camper im Sand stecken. Während wir noch ratlos unseren Camper umrundeten,nahte jedoch schon Rettung: ein Mann mit seinem Chevrolet Pickup 4×4, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, steckengebliebene Fahrzeuge hinauszuziehen. Es dauerte keine Minute und er hatte das schon an seinem Auto vorinstallierte Abschleppseil an unserem Camper angebracht und zog uns aus dem Sand. Er zeigte uns dann auch noch genau, welchen Weg wir fahren sollten, um ein erneutes Steckenbleiben zu vermeiden. Mit lauten Anfeuerungsrufen und wilden Gesten wies er uns den Weg aus dem Sandchaos. Während wir uns noch bei ihm bedanken wollten, eilte er schon zum nächsten festgefahrenen Camper in Not.
Wir hatten schon das Schlimmste befürchtet, da wir vor einigen Jahren auf Korsika bereits eine halbe Nacht mit unserem Camper im Sand feststeckten und sich die Bergung ohne Offroadpickup deutlich schwieriger gestaltete (zumal wenn man am nächsten Morgen um 6 die Fähre bekommen muss…).
So konnten wir dann unsere Fahrt zum Grand Canyon fortsetzen. Es dämmerte schon leicht, als wir dort ankamen, aber trotzdem konnten wir schon einen ersten Eindruck vom unglaublich beeindruckenden Canyon bekommen. Wir sind schon sehr gespannt darauf, ihn Morgen im Hellen zu sehen.

06.09.

Bryce Canyon Nationalpark!
Übernachtet haben wir dieses Mal in einem Wald auf einer kleinen Lichtung in direkter Nähe zum Bryce Nationalpark. Als wir dort gerade frühstückten, bekamen wir Besuch von einem Reh mit zwei Kitzen. Sie beäugten den Camper skeptisch und liefen weiter.
Unser Frühstück sieht im Moment besonders gesund aus, da das Brot hier nämlich wirklich furchtbar schmeckt, mussten wir uns eine Alternative überlegen. Außer Toastbrot ist kaum was zu bekommen und alles schmeckt sehr nach Zucker. Deshalb gibt es bei uns jetzt Overnightoats zum Frühstück, das sind in Apfelsaft eingelegte Haferflocken mit Bananen- , Apfel- und Apfelsinenstücken mit Joghurt und etwas Ahornsirup. Sehr zu empfehlen!
Nachdem die gestrige Wanderung bei 37 Grad stattgefunden hat, freuten wir uns, dass es im Bryce Canyon Nationalpark deutlich kühler ist, da er wesentlich höher liegt als der Zion Nationalpark.
Wir entschieden uns für die Peek a Boo Wanderung, die etwas anstrengender ist und deshalb nicht so voll ist wie andere Trails. Mit dem Shuttlebus ging es dann zum Bryce Point, von wo wir die erste fantastische Aussicht auf die farbigen Felspyramiden, die sogenannten Hoodoos, hatten. Bereits der Zion Nationalpark hat uns begeistert, aber was hier vor uns lag, verschlug uns die Sprache. Tausende bizarre Felsnadelformationen präsentierten sich in immer anderer Farbe und Form. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Die Wanderung führte uns in den Canyon hinab und durch die Hoodoos hindurch.
Abends ging es dann Richtung Grand Canyon, der geologisch noch mal 100 Millionen Jahre älter ist als der Bryce Canyon. Bisher ist der Bryce Canyon unser Favorit – wir lassen uns überraschen, ob dieser noch getoppt wird!

zwei Rehe oben rechts 🙂

05.09.

Zion Nationalpark- Angels Landing


Endlich noch mal ein Tag ohne Werkstatt! Dafür haben wir uns jedenfalls entschieden und nehmen den defekten Kühlschrank jetzt so hin und arrangieren uns irgendwie damit. Nach einer Übernachtung in einer atemberaubenden Landschaft ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus zum Zion Nationalpark. Wir konnten unseren Camper bei einem sehr netten Tankstellenbesitzer parken und sparten uns so horrende Gebühren fürs Parken. Es empfiehlt sich, den Jahrespass für alle Nationalparks in den USA zu kaufen, der für mehrere Personen gültig ist und nur 72€ kostet, wenn man plant, noch den einen oder anderen Nationalpark zu besuchen.
Im Park entschieden wir uns für den berühmtesten Wanderweg: Angels landing. Einige Wanderwege waren geschlossen, da es erst eine Woche vorher zu einem Felsrutsch gekommen war, der nun einige Wege blockiert. Als wir am Besucherzentrum fragten, ob es auch schattige Abschnitte auf der Wanderung gebe angesichts der 37 Grad, lachte der Ranger nur und sagte, wir seien in der Wüste, da gebe es naturgemäß wenig Schatten.  Wir finden im Nachhinein, dass er deutlich untertrieben hat, denn es gab einige schattige Abschnitte, wo man sich abkühlen konnte. Der Wanderweg schlängelte sich zunächst asphaltiert Richtung Gipfel und man hatte einen unglaublichen Ausblick auf die umliegenden Felswände und das Tal.
Als wir oben ankamen und schon glaubten, es geschafft zu haben, sahen wir, was jetzt noch kommen sollte. Ein sehr schmaler Aufstieg, nur mit einer Eisenkette zum Festhalten gesichert und rechts und links ging es 500 m in die Tiefe. Einmal abrutschen ist hier definitiv tödlich, weshalb auch schon insgesamt 9 Menschen genau dort gestorben sind. Wir haben lange hin und her überlegt und uns schließlich gegen den letzten Aufstieg entschieden, da uns das Risiko zu hoch erschien. Wobei der Ausblick vom Gipfel wahrscheinlich beeindruckend gewesen wäre. Angesichts der Besuchermassen, die sich dort aber aneinander vorbeischlängelten, wobei immer nur eine Person dort Platz hat und man gezwungen ist, die Kette loszulassen, und wegen des Sands, der den Wanderweg noch zusätzlich extrem rutschig macht, haben wir jedoch darauf verzichtet. Auch wenn es schwerfiel…
Als wir völlig überhitzt wieder unten ankamen, konnten wir uns im angenehm kühlen und kristallklaren  Virgin River erfrischen und baden gehen. Was für eine Wohltat!
Abends ging es dann weiter Richtung Bryce Canyon, den wir morgen besuchen wollen.

04.09.

Die Camperodyssee geht weiter

Nachdem wir letzte Nacht festgestellt haben, dass der Kühlschrank bei über 30 Grad Außentemperatur ausgefallen war und unsere ganzen Lebensmittel über Nacht warm geworden waren, entschieden wir uns, dass wir wohl noch mal bei Travellers Autobarn in Las Vegas vorbeifahren müssen, da wir in den Nationalparks nicht ständig an Supermärkten vorbeikommen, sondern auf Vorrat einkaufen müssen.
Vorher sind wir aber noch mal kurz zur Abkühlung in den See gesprungen. Als wir zum Auto zurückgingen, sahen wir einen großen Schäferhund auf der Anhöhe stehen, der sich bei näherer Betrachtung als Wolf herausstellte. Während wir uns schon verschiedene Fluchtszenarien überlegten, verschwand er zum Glück nach einem kurzen Augenblick wieder.
Auf dem Rückweg nach Las Vegas zum Camperverleih hielten wir noch am Hoover Damm an. Ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk, das vor fast 100 Jahren entstanden ist, als Staudamm des Colorado Rivers.
Beim Camperverleih trat uns ein sichtlich genervter und überforderter Mitarbeiter entgegen, dem es gar nicht passte, uns wieder vor seiner Tür stehen zu sehen.
Er behauptete, dass der Defekt des Kühlschranks nicht etwa an einer überforderten Batterie liege, die bei den hohen Außentemperaturen zu schnell den Geist aufgibt, sondern an einem Wackelkontakt. Den vermeintlichen Fehler behob er dann irgendwie, was letztlich jedoch nichts gebracht hat. Als wir dann noch mal mit ihm über das Reifenalter diskutierten, gab er zu, dass sie veraltete Reifen aufziehen, da es kein Gesetz gebe, was dies verbiete. Als ich ihm vorschlug, den Reservereifen aufzuziehen und diesen gegen den alten Reifen zu tauschen, stellte er selbst mit Erstaunen fest, dass unser Camper gar kein Reserverad hatte. Dies veranlasste ihn dann endlich dazu, uns zu einem Reifenhändler zu schicken. Glücklicherweise zu einem anderen als gestern. Dieser bestätigte uns nun endlich, dass es zu gefährlich sei, mit diesem Reifen weiterzufahren und tauschte ihn aus. Somit stimmte also unser gestriger Verdacht, dass der vorige Reifenhändler mit Travellers  Autobarn unter einer Decke steckte. Den alten Reifen konnten wir leider nicht als Reserverad mitnehmen, da die Reserveradhalterung unter dem Camper defekt war. Beim nächsten Tankstopp stellten wir fest, dass die Werkstatt diese Halterung nicht wieder richtig befestigt hatte und sie über die Straße schleifte. Also zurück in die Werkstatt. Dort sagte man uns, wir könnten so weiterfahren, das sei schon kein Problem. Auf unseren Protest hin, reparierte der Mechniker die Halterung notdürftig mit einem Kabelbinder. Dabei entdeckten wir durch Zufall, dass der andere Reifen vorne auf der Innenseite völlig abgefahren war und dort gar kein Profil mehr hatte. Nach einiger Diskussion sollte dann auch Reifen Nummer 2 getauscht werden. Somit verbrachten wir den Tag von 11 bis 16 Uhr wieder in der Werkstatt. Immerhin haben wir nun das komplette Reifenfachvokabular in Englisch drauf 😉
Den Abend konnten wir dann wenigstens auf einem Stellplatz in der Nähe des Zion Nationalparks mit spektakulärer Aussicht genießen und wurden schon auf dem Weg dahin mit einem unglaublichen Sonnenuntergang und tollen Felsformationen belohnt.
PS: Der Kühlschrank hat sich um Punkt 20 Uhr mit Sonnenuntergang seine Arbeit eingestellt…

03.09.

Camper mit Hindernissen!
Als wir uns heute früh in freudiger Erwartung, unseren Camper entgegennehmen zu können, auf den Weg zu Travellers Autobarn machten, erreichte uns kurz bevor wir dort ankamen die Nachricht, dass der Camper statt um 10 erst gegen 16 Uhr verfügbar wäre, da die Vormieter es nicht rechtzeitig zurückschaffen würden. Wirklich ärgerlich. Aber es kam noch besser… Als dann endlich das Fahrzeug eintraf, stellten wir fest, dass die Reifen von 2008 waren und das bei einem Auto mit Baujahr 2014. Unglaublich! Die Verleiher konnten unsere Besorgnis wegen der alten Reifen nicht verstehen, schickten uns jedoch zur Partnerwerkstatt, um dort für uns die Reifen checken und wechseln zu lassen. Somit ging unsere erste Fahrt nicht zum Nationalpark, sondern in die Werkstatt. Dort warteten wir drei Stunden. Als wir dann endlich unseren Camper wieder in Empfang nehmen konnten, erfuhren wir, dass lediglich das defekte Bremslicht und der Blinker repariert wurden. Die Reifen seien mit 11 Jahren keineswegs zu alt. Augenscheinlich steckte die Partnerwerkstatt mit Travellers Autobarn unter einer Decke.
Um den Tag dann wenigstens noch etwas entspannt ausklingen zu lassen, fuhren wir zur Las Vegas Bay, wo wir zur angenehmen „Abkühlung“ ins badewannenwarme Seewasser bei Außentemperaturen um 37 Grad hüpften und von dort einen schönen Sonnenuntergang genießen konnten. Morgen gehts dann zum Hoover Dam.

02.09.

Nachdem wir gestern ausgiebig das Nachtleben getestet hatten, entschieden wir uns, den heutigen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen. Dafür suchten wir uns einen Pool aus. In Las Vegas kann man nämlich Tagespässe für die Pools der Resortanlagen kaufen. Da der Eintritt für Pools direkt am Strip pro Person um die 80 € kostet, entschieden wir uns für den Besuch eines günstigeren Resorts etwas außerhalb, wo wir wunderbar unter den Palmen im erfrischenden Wasser der Hitze entfliehen konnten 🙂 Den letzten Abend in Las Vegas haben wir dann entspannt mit einem Barbecue ausklingen lassen, denn morgen früh können wir unseren Camper abholen, den wir für 4 Wochen gemietet haben.

01.09.

Auf nach Las Vegas!

Bereits die Dame am Check in und Gepäckaufgabe- Flughafenschalter von Air Canada in Montreal warnte uns zwei eindringlich davor, nicht zu viel Geld zu verspielen und gab uns noch einige Reisetipps mit auf den Weg 😉 Las Vegas empfing uns auch am späten Abend noch mit deutlich über 30 Grad. Als wir morgens Richtung Las Vegas Strip gingen -dem Boulevard von Las Vegas- mussten wir uns spätestens alle halbe Stunde in ein klimatisiertes Gebäude zum Abkühlen retten, da es über 40° heiß wird.
Eine eindrucksvolle, bunte, laute und pulsierende Stadt, die ähnlich wie der New Yorker Times Square niemals ruht. Die Hotels sind dort die eigentlichen Attraktionen, die beispielsweise mit berühmten Wasserfontänen, dem nachgebauten Eiffelturm oder der Freiheitsstatue aufwarten. Selbstverständlich hat jedes Hotel auch sein eigenes Casino, was so groß ist, dass man kaum wieder herausfindet. Über dem ganzen Trubel schwebt ständig ein leichter Marihuanageruch.
Glücksspielautomaten sind hier an jeder Ecke zu finden. Sogar im Supermarkt -weit weg vom Boulevard- befinden sich im Eingangsbereich Glücksspielautomaten, wo wir ältere Damen dabei beobachteten, wie sie nach ihrem Einkauf ihr Glück versuchten.
Natürlich haben wir uns Las Vegas auch bei Nacht angesehen. Abgesehen von den Lichteffekten der Leuchtreklamen, die im Dunkeln besser zum Vorschein kommen, gibt es allerdings kaum Unterschiede, denn die Partys beginnen schon um 12 Uhr mittags und im Casino gibt es sowieso kein Tageslicht, sodass man kaum merkt, ob gerade Tag oder Nacht ist.
Allerdings stößt man nachts auf deutlich mehr gescheiterte Existenzen. Wir haben z.B. eine Frau getroffen, die eine Micki Maus in Decken eingewickelt offenbar für ihr Kind hielt, und entsprechend mit dem Plüschtier gesprochen hat.

31.08.

An manchen Tagen auf so einer Reise fährt man eben nur Bus und fliegt irgendwo hin. Heute sind wir von Québec nach Montreal mit dem Bus gefahren und dann von Montreal nach Las Vegas geflogen. Alles hat gut geklappt und wir sind mega gespannt auf die Stadt in der Wüste. Es soll dort sehr heiß werden…

30.08.

Leider hat es zuerst sehr viel geregnet. Gegen Mittag klarte es aber auf und wir konnten losziehen. Wir sind zu einem beeindruckenden Wasserfall, dem Montmorency- Fall gefahren. Dort fällt das Wasser 83 m in die Tiefe, sodass der Wasserfall sogar noch 30m höher ist als die Niagarafälle. Von dort sind wir nach Boischatel gewandert, wo wir am Flussufer tatsächlich ein paar Kiter entdeckten. Außer den Kitern sind wir auch noch einer Schlange begegnet, die sich plötzlich über den Weg schlängelte. Irgendwie verfolgen uns die Schlangen…
Unseren letzten Abend in Kanada haben wir bei uns um die Ecke in einer Pizzeria ausklingen lassen. Überhaupt gefällt uns das Viertel Limoilou, wo wir bei unserer Couchsurfing Gastgeberin Jessica wohnen, sehr gut, weil es hier überhaupt nicht touristisch ist im Gegensatz zur Altstadt, wo ganze Kreuzfahrtschiffe anlegen.
Morgen gehts mit dem Bus zurück nach Montreal, von wo aus wir dann nach Las Vegas fliegen. Eigentlich hatten wir zuerst Florida geplant, haben uns aber vor einem Jahr zum Glück anders entschieden wegen der potenziellen Hurrikansaison. Eine gute Entscheidung angesichts des fürs Wochenende angekündigten Hurrikans Dorian.

29.08.

Nachdem wir die Stadt Québec gestern nur im strömenden Regen sehen konnten, freuten wir uns heute besonders darüber, dass sich das Wetter wieder von seiner besten Seite zeigte. Am Hafen haben wir eine tolle Bar gefunden, wo Stühle und Tische direkt im Wasser stehen, und wir unsere Füße angenehm abkühlen konnten.
Québec erinnert uns ein bisschen an Frankreich, nicht nur deshalb, weil hier nur noch Französisch gesprochen wird, sondern auch durch die mittelalterliche Architektur und die vielen gemütlichen kleinen Gassen. In der Oberstadt, die auf einer hohen Klippe liegt, gibt es viele Straßenkünstler. Als wir uns eine dieser Shows angesehen haben, wurde natürlich ausgerechnet Johannes als „Freiwilliger“ ausgewählt, um die Show zu unterstützen, aber seht selbst 😉

28.08.

Nach drei wundervollen Tagen bei Audrey in Montreal hieß es heute schon wieder Abschied nehmen. Während wir noch ein letztes Mal in Audreys Küche frühstückten, huschte plötzlich eine Katze über die Balkontür in die Küche und versteckte sich direkt unter dem Bett. Es war gar nicht so einfach, sie dort wieder rauszuholen und es benötigte mehrere Anläufe, bis sie endlich verschwand. Ein Glück, dass wir den blinden Passagier noch entdeckt hatten, ansonsten hätte sich Audrey bestimmt sehr gewundert, wenn sie nachts Geräusche unter dem Bett gehört hätte 😉 Nach ca. drei Stunden Busfahrt kamen wir in Quebec im strömenden Regen an. Dort wurden wir von unserer neuen Couchsurfgast geberin Jessica aufgenommen, die immer dann, wenn ihre Kinder nicht da sind, deren Zimmer Couchsurfern überlässt 🙂 Mit einer unglaublich leckeren Poutine in der Altstadt ließen wir den Abend dann ausklingen.

27.08.

Ein Tag in Montreal:

Begonnen haben wir diesen Dienstag mit einem leckeren Frühstück bei Audrey zuhause. Sie war leider schon auf der Arbeit. Kurz davor haben wir noch den Rückflug für nächstes Jahr von Mauritius nach Frankfurt gebucht. Dabei hilft uns Natalie von sta Travel in Köln. Mit ihr haben wir von Anfang an die gesamte Reise geplant und sie steht uns auch währenddessen immer mit Rat und Tat zur Seite! Wir sind also schon seit über 2 Jahren in Kontakt. Danke Natalie!

Nun haben wir uns ein bixi Fahrrad geliehen. Da wir es ja gestern schon testen konnten,  wussten wir heute genau wie es läuft.

Wir sind zu Mont-Royal gefahren und haben eine tolle Aussicht über Montreal genossen.

Jetzt ging es weiter in Richtung Rennstrecke (Circuit Gilles-Villeneuve), denn die wollten wir auch gesehen haben, wenn wir schonmal hier sind. Zu unserer Überraschung konnten wir sogar mit den Rädern umsonst auf der offiziellen Rennstrecke radeln. Das hat wirklich Spaß gemacht. Es war irgendwie auch ein seltsames Gefühl, sich genau dort zu befinden, wo sich sonst die Schnellsten der Welt messen.

Es wurde nun Zeit für einen Snack,  denn das Frühstück lag nun schon 7 Stunden zurück und wir wurden bei einem Vietnamesen fündig. Hier gab es eine leckere Suppe mit einer hausgemachten Lime-Limonade.

Auf dem Weg Richtung Jean-Talon Market haben wir noch kurz bei der Notre-Dame Kirche de Montréal angehalten.

Und einen weiteren kleinen Zwischenstopp haben wir in dem von Audrey empfohlenen Cafe la Tasse Rouge gemacht.

Der Jean-Talon hatte schon fast geschlossen,  aber wir haben noch ein Netz Zwiebeln ergattern können,  denn wir hatten Audrey versprochen,  heute für sie zu kochen.

Die Spätzle haben super geschmeckt und Audrey hat noch einen Wein spendiert.

Bis 0:30 Uhr haben wir noch gequatscht und musiziert. Jetzt beende ich gerade das Schreiben und drehe mich um 1.09 Uhr zum Schlafen um. Morgen (bzw.) heute fahren wir weiter nach Québec. In 3 Tagen fliegen wir nach Las Vegas und starten dort unsere 4 wöchige Tour mit einem Campervan. Ganz ehrlich- es gibt Schlimmeres! Wir hoffen, dass es so entspannt und freudig weitergeht – wir sind ja noch recht am Anfang der langen Reise. Gute Nacht

26.08.

Heute ist der erste Tag unseres Sabbatjahres, denn die Sommerferien sind nun vorbei und normalerweise hätten wir spätestens heute wieder in der Schule, in der ersten Lehrerkonferenz, sitzen müssen. Doch Sabbatjahr sei dank, gehen unsere Ferien weiter :-). Wir denken natürlich an alle Kolleginnen und Kollegen in Bochum und Dormagen und wünschen einen guten Start ins neue Schuljahr!
Um möglichst viel von der Stadt sehen zu können, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen, sogenannte Bixi Bikes, von denen es Tausende in der Stadt gibt, weil sie wirklich günstig sind. Der Haken an der Sache ist: man darf sie nur für maximal 30 Minuten fahren und muss sie danach wieder in eine der Stationen abstellen und sich wieder ein neues ausleihen. Überschreitet man die 30 Minuten wird es nämlich sehr teuer, das heißt, man muss eigentlich ständig eine Stoppuhr mitlaufen lassen und sich vorher einen Überblick verschaffen, wo die nächsten Bikes stehen ;-). Wer das aber schafft, ist für umgerechnet 3,50€ am Tag mobil.
Wir haben uns am Strand Verdun gesonnt und auf dem Atwater Market Spezialitäten probiert und danach das Quartier des Spectacles angesehen. Im Haus Nr.5521 (oben rechts) sind wir bei Audrey untergebracht, die uns so lieb mit Muffins versorgt hat! Als wir von unserer heutigen Stadtour zurückgekommen sind, wurden wir von Audrey und den Nachbarn mit einem Schnaps empfangen. Die Menschen sind hier super lieb zu uns Touristen:).

25.08.

Unsere Fahrt nach Montreal gestaltete sich abenteuerlicher als gedacht. Eigentlich konnten wir mit dem Stadtbus direkt von der Wohnung bis zum Bus Terminal fahren, von wo aus wir den Greyhound Bus nach Montreal nehmen wollten. Obwohl wir eine ganze Stunde als Zeitpuffer eingeplant hatten, kristalisierte sich im Laufe der Fahrt heraus, dass das knapp werden sollte, denn die ganze Stadt war wegen des vielen Verkehrs völlig verstopft. Was wir nämlich nicht berücksichtigt hatten war, dass heute das Ottawa Pride Festival im Gange war. Wir steckten also mit dem Bus im Stadtverkehr fest und die Zeit wurde allmählich knapp. Wir beschlossen, den Rest der Strecke mit Sack und Pack zu laufen. Als wir schließlich pünktlich am Terminal ankamen, stellten wir fest, dass auch die Reisebusse viel Verspätung hatten. Wir hätten uns also gar nicht zu beeilen brauchen. Unser Bus hatte fast zwei Stunden Verspätung. Wir warteten geduldig in der Menschenschlange, bis dann endlich unser Bus ankam. Als wir dann  unsere Tickets vorzeigen konnten, stellte sich jedoch heraus, dass die Dame am Ticketschalter uns nur ein Ticket statt zwei gegeben hatte. Also musste ich im Eiltempo noch mal zum Ticketschalter zurück und das zweite Ticket abholen. Zum Glück gab sie es mir direkt, ohne lange zu verhandeln. Insgesamt kamen wir leider erst um 20 statt um 17 Uhr bei Audrey, unserer Couchsurfing Gastgeberin an. Aber zum Empfang gab es frisch gebackene Schokomuffins, da war der Stress schnell vergessen 😉

24.08.

Als wir heute über die berühmte Alexandra Bridge geradelt sind, haben wir gesehen, dass dort abends ein großes Abschlussfeuerwerk stattfinden soll. Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Wir schauten uns noch die Byward Markets an, wo man an diversen Marktständen alles einkaufen kann, sogar die typisch kanadischen Beaver Tails, ein Gebäck in Form eines Biberschwanzes mit Schokolade etc. verziert. Wir haben auch noch eine typische kanadische Spezialität gegessen: Poutine – das sind Pommes mit Käse und Bratensauce.
Klingt zwar etwas befremdlich, schmeckt aber gar nicht schlecht.
Das Feuerwerk gestaltete sich sehr interessant: um 21 Uhr starteten die ersten Raketen, die nächsten folgten aber erst 5 Minuten später und dann kam erst mal lange Zeit gar nichts. Die Japaner, die schon in erster Reihe mit gezückten Handys standen, wurden bereits unruhig. Doch dann ging es um 21.15 richtig los. Ein eindrucksvolles Feuerwerk mit Sound unterlegt.
Allerdings haben wir uns bis zum Ende gefragt, ob der Anfang eine Panne war oder doch gewollt. Auf dem Nachhauseweg begegnete uns dann noch ein ziemlich abgespacetes Gefährt, das mit Sicherheit in Deutschland niemals herumfahren dürfte. Aber seht selbst 😉

23.08.
Nachdem sich unsere Couchsurfing Gastgeber Richtung Kolumbien verabschiedet hatten, haben wir uns auf ihre Räder geschwungen und sind am Rideau Canal entlang geradelt. Wie man auf dem Foto erkennt, galt es allerdings zuerst das Problem der Größenunterschiede zu lösen, denn Paola und Orlando sind zusammengerechnet schätzungsweise 2 Meter kleiner als wir 😉 – beide Räder entsprachen also nicht ganz unserer Körpergröße und bei Paolas Rad handelte es sich um ein Kinderfahrrad ^^ Danach konnte es dann losgehen. Wir sind zu den Hog’s Back Falls gefahren, zum Dow’s Lake und Mooney’s Beach. Diese Strecke ist wirklich zu empfehlen, weil es gut ausgebaute Radwege gibt, die größtenteils durch Parks führen.

22.08.

Nach drei Stunden Fahrt haben wir unseren 2019’er Toyota Corolla Flitzer am Flughafen in Ottawa abgegeben. Leider ist uns erst an der Rückgabestation aufgefallen, dass wir das Auto noch nicht voll getankt hatten… Dafür hatten wir dann noch 15 Minuten Zeit. Jetzt konnte der Kleine mal zeigen, was in ihm steckt. Er hat uns nicht enttäuscht. Um Punkt  13.00 Uhr standen wir wieder vollgetankt am gleichen Platz. Danach sind wir mit dem Bus weiter zu unserem Couchsurfinghost Orlando und seiner Frau Paola gefahren. Die beiden sind super nett. Der Knaller ist, dass sie uns ihr Haus, während sie vier Wochen im Urlaub sind, einfach überlassen und obendrein bekommen wir auch noch ihre Fahrräder gestellt. Jetzt haben wir bis Sonntag sturmfrei:-)! Wir haben uns in der Stadt die Schleusen angesehen, die alle hintereinander angeordnet sind. Das ist spannend, wenn hier Schiffe über 7 Schleusen hintereinander gehoben oder gesenkt werden, dauert allerdings auch recht lange. Ich hab da mal was von einem Schiffshebewerk in Deutschland gehört!?!? Naja, so geht es ja auch:-)! Abends haben wir für unsere netten Gastgeber gekocht. Orlando hat uns angeboten, dass er uns zum Parlamentsgebäude fährt, da dort eine Licht-und Soundshow zur Geschichte Kanadas stattfindet, die auf das Gebäude projiziert wird. Das Angebot haben wir dankend angenommen und haben nicht schlecht gestaunt, als wir sahen, mit welchem Gefährt er uns in die Stadt bringen wollte. Orlando öffnete das Garagentor und fuhr seinen kürzlich neu erworben Tesla raus. Ich bin noch nie in einem so schnellen Fahrzeug gefahren und das völlig geräuschlos. Das war faszinierend.

21.08.


Zuerst sind wir heute zum Besucherzentrum des Algonquinparks gefahren. Dort gibt es eine Besucherplattform mit einer tollen Aussicht über einen Teil des Parks. Außerdem haben wir da eine Webcam entdeckt, darüber konnten wir unserer Familie aus der Ferne zuwinken 😉 Bei einer Wanderung durch einen sehr alten Pinienwald sind uns dieses Mal sogar zwei Schlangen begegnet. Die erste konnten wir noch schnell fotografieren, die zweite war zu schnell für uns. Wir sind sehr gespannt, um welche Arten es sich handelt. Das müssen wir erst noch herausfinden.
Da wir inzwischen schon sehr von den Stechmücken zerstochen waren, haben wir uns zu einem Ausflug zum Two River Lake entschieden, in der Hoffnung, dort weniger Mücken als beim Wandern zu begegnen. Das Wasser war richtig warm und wir konnten dort schnorcheln. Als gegen  Abend der Wind auffrischte, haben wir es sogar geschafft, dort eine kleine Runde zu kiten. Morgen gehts dann weiter nach Ottawa.

20.08.

Algonquinpark und Wasserfall!
Wir wohnen in einer schönen Waldhütte im Algonquinpark. Es ist ziemlich einsam hier, sein ganzes Essen muss man sich für den kompletten Aufenthalt im Vorfeld einkaufen, da es hier auch kein Geschäft gibt, von Wlan ganz zu schweigen 😉 Aber es hat schon was, mitten in der Natur zu sein. Zum Glück haben wir den Mietwagen, mit dem wir uns sehr flexibel durch den großen Park bewegen können.
Wir haben uns heute ein Kanu ausgeliehen und sind zu einem kleinen Wasserfall gefahren, an dem man ein bisschen klettern konnte. Das Wasser hier ist noch total warm und angenehm. Dann sind wir noch um einen See gewandert. Als wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen wollten, machte uns jedoch nach kurzer Zeit leider ein starkes Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Danach war der Strom erst mal weg. Nachts um 5 kam er dann zurück und alle Lichter brannten wieder und wir waren wach:-).

Wer findet unser Kanu;-)?

19.08.

Wir haben heute etwas länger geschlafen, dann unseren Sportflitzer vom Flughafen abgeholt, um damit in den Algonquin Park zu fahren. Das Auto kann autonom fahren. Mit Spur- Lenk- Brems- und Abstandsassistent braucht man nur hinterm Steuer sitzen und manchmal das Lenkrad berühren. Sogar Radarfallen erkennt das Auto und bremst diese geschickt aus. Verrückt!

18.09.

Citytour!
Toronto hat wirklich einiges zu bieten. Unser Couchsurfinghost Stefano und seine Freundin Theresa haben uns zuerst Evergreen Brickworks gezeigt, eine ehemalige Steinfabrik, wo sich mittlerweile ein kleiner alternativer Markt befindet. Dann ging es weiter durch die Stadt zum Dundas Square (der „Timesquare“ von Toronto), wo einige Paraden stattfanden). Insgesamt wirkt die Stadt sehr multkulturell. Je nachdem was man gerade essen möchte, geht man einfach in das entsprechende Stadtviertel (Chinatown, indisches Viertel, little Italy) und bekommt alles, was man möchte. Stefano besitzt übrigens einen eigenen Kaffeeröster und hat uns ganz frisch Kaffee geröstet. Ihr könnt euch vorstellen, dass das ganze Haus wie ein Kaffeehaus gerochen hat. Jetzt brauchen wir für Zuhause auch einen Kaffeeröster 🙂


17.08.

Toronto

Wir sind bei unserem Couchsurfhost Stefano untergebracht. Hier in Toronto gibt es wieder einiges zu sehen, aber seht selbst:-)…übrigens, hier hat es auch das erste Mal auf unserer Reise geregnet. Sehr stark aber dafür nur kurz und das bei 28°.


16.08.

Bye bye New York – Auf nach Kanada!
Nach drei erlebnisreichen Tagen sind wir heute mit dem Bus nach Niagara Falls gefahren. Nach 9 Stunden kamen wir auf der amerikanischen Seite der Niagarafälle an und haben dann mit Sack und Pack die Rainbowbridge überquert, um zu Fuß nach Kanada einzureisen.
Gewaltige Naturkräfte walten zwischen dem Lake Ontario und dem Eriesee. Hier befinden sich die Niagarafälle. Ein spektakuläres Naturschauspiel. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit stürzen die Wassermassen 57 Meter in die Tiefe. Wenn man am Ufer der Niagarafälle vorbeigeht, hat man das Gefühl, es würde regnen, der Wassernebel erwischt jeden.
Außer den wirklich beeindruckenden Niagarafällen hat der Ort allerdings nicht viel zu bieten. Es fühlt sich ein bisschen wie im Freizeitpark an: eine Achterbahn, Geisterbahn etc. reiht sich an die andere. Deshalb geht es morgen schon wieder weiter mit dem Zug nach Toronto.

15.08.

Central Park und Katz’s Delicatessen!
Der Central Park ist ein Ort der absoluten Entspannung mitten in der mega City.Wir haben ihn mit dem Fahrrad durchquert, denn er ist einfach riesig. Ein weiterer schöner Park ist der Higline Park. Eine alte erhöhte Bahnlinie wurde hier zu einem Park umgebaut. Essen gab es dann im Katz’s Delicatessen. Dort gibt es leckere Pastrami. Zum Nachtisch hab ich mich an zwei Austern herangewagt, die wir im Chelsea Market bekommen haben. Sehr lecker, aber täglich bräuchte ich die jetzt auch nicht:-).

14.08.
Staten Island Ferry, Brooklyn Bridge und Times Square!
Einen weiteren guten Tipp, den wir bekommen haben, ist die Fähre nach Staten Island zu nehmen, diese Fähre ist kostenlos und fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei. Außerdem hat man einen tollen Ausblick auf die Skyline Manhattans.
Anschließend haben wir den eindrucksvollen Bahnhof Grand Central Station besucht. Da kann der Kölner Hauptbahnhof leider nicht mithalten 😉
Dann sind wir über die Brooklyn Bridge zum Brooklyn Bridge Park gegangen, von wo wir uns den Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline anschauen konnten.
Später ging es dann zum Times Square. Es ist wirklich unbeschreiblich, was dort los ist. Egal wie spät es ist, alle Läden haben auf und die Nacht wird zum Tag. Die Stadt schläft nie.

13.08.


Endlich in New York!

Allerdings strapazierten die Passkontrollen, für die wir 1,5 Stunden anstehen mussten, die Nerven doch erheblich nach so einem langen Flug… Trotz etwas Jetlag machten wir uns direkt auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Zuerst ging es zum Ground Zero und danach ins One World Trade Center, wo wir zum Glück mal nicht anstehen mussten 😉 , und vom Observatory Deck eine unglaubliche Aussicht über New York hatten. Ein Besuch dort lohnt sich, da man neben dem grandiosen Ausblick noch viele weitere nützliche Informationen erhält. So erfuhren wir z.B., dass es immer dienstags ab 16 Uhr freie Tickets fürs 9/11 Museum gibt! Als wir allerdings die lange Menschenschlange für diese begehrten Tickets sahen, machten wir uns keine große Hoffnung und konnten es kaum glauben, als wir schon ca. 30 Minuten später die Freitickets in der Hand hielten. Bei 26$  (ca. 23€) pro Person lohnt sich das Warten auf die Freitickets auf jeden Fall.
Nach fast 4 Wochen Namibia fühlte sich unsere Ankunft in New York wie ein kleiner Kulturschock an, plötzlich unter so vielen Menschen zu sein, in all dem Gewusel und Trubel. Hier leben 8,6 Millionen Menschen – in ganz Namibia gerade mal 2,5 Millionen. Aber die Annehmlichkeiten überwiegen deutlich, wie zum Beispiel, dass man rund um die Uhr einkaufen kann und nicht wie in Namibia nach 18 Uhr nichts mehr bekommt 😉

12.08.

23 Stunden Flug von Windhoek nach New York mit Zwischenstopp in Doha. Mit Qatar Airways ist das Ganze gut machbar. Die Fluggesellschaft ist klasse!