Hier beschreiben wir, wie wir es schaffen, auf einer Weltreise eine gesamte Kite-Grundausstattung mitzunehmen und zwar ohne zusätzliches Sperrgepäck!


Da wir vor unserer Reise wussten, dass wir an einigen der schönsten Kitespots der Welt vorbeikommen werden, haben wir lange überlegt, wie es sich realisieren lässt, mit Backpacks eine Kite-Grundausstattung zu transportieren. Wir haben lange abgewogen, wie wir dies bewerkstelligen können, da wir keine Lust hatten, horrende Leihgebühren (sogar in einem günstigen Land wie Nicaragua zahlt man 65 US Dollar für eine Halbtagesmiete für Kite und Board) zu zahlen, es an vielen Orten gar keine Kitestation gibt, wo man etwas leihen könnte, und das eigene vertraute Material immer noch am besten ist. Außerdem wollten wir natürlich bei den ganzen Flügen keine extra Gebühren für Sperrgepäck bzw. Zusatzgepäck zahlen. Wir haben uns deshalb für folgende Ausrüstung entschieden:

 - Zwei Trapeze
 - Eine North Trust Bar
 - Ein 12 qm North Rebel Kite 
 - Seit Florida auch ein 9qm    
   Duotone Evo
 - Ein selbstgebautes Splitboard 
 - Eine Kitepumpe 
 - einen stabilen  
   Schraubenzieher
 - Ersatzschrauben 

Die Trapeze lassen sich von außen gut um den Rucksack herumschnallen. Den Haken haben wir durch einen aufgeschnitten Tennisball abgedeckt, damit er das Gepäck beim Transport nicht beschädigt, wenn er irgendwo hängenbleibt.

Wir haben uns für 2 Trapeze entschieden, obwohl immer nur einer kiten kann, da es erstens aufgrund unserer sehr unterschiedlichen Körpergrößen nicht mit einer Trapezgröße für beide funktioniert hätte und zweitens die Kiteübergabe dadurch deutlich einfacher ist, wenn man sich abwechselt, so muss der Kite nicht gelandet werden, sondern kann direkt im Wasser übergeben werden.

Wir haben uns für den 12qm Tubekite entschieden. Er nimmt zwar mehr Platz ein als z.B. ein Softkite, bietet aber auch mehr Möglichkeiten der Selbstrettung, da wir an vielen Orten kiten, an denen kein Rettungsboot zur Verfügung steht. Wir wussten, dass wir eher selten an Starkwindspots kiten, deshalb entschieden wir uns für diesen Kite.
Da der originale Kiterucksack viel zu viel Platz benötigt hätte, haben wir bei Decathlon einen 30L Itiwit Rucksack gekauft, in dem sich der Kite platzsparend verpacken lässt.

Zu 95% der Kitetage hat sich der 12qm Kite als die richtige Größe für uns erwiesen.
Nach drei Monaten kauften wir noch einen 9qm Duotone Evo dazu, um eine noch größere Windrange abdecken zu können, aber prinzipiell hätte ein 12er gereicht.

Da wir keine Lust hatten, ein teures Splitboard zu kaufen, wofür man zwischen 800 und 1000€ ausgeben muss, bauten wir uns selbst eins. Hierfür haben wir ein North Gonzalez in der Mitte durchtrennt und mit einer Platte und Schrauben dafür gesorgt, dass wir es beliebig zusammen- und auseinanderschrauben können.

Beide Hälften passen hervorragend in den Rucksack. Es ist zwar immer etwas Arbeit, es zusammen- bzw. auseinanderzuschrauben, aber es lohnt sich.

Als Kitepumpe haben wir eine Standuppaddleboard Pumpe gewählt, da sie schlanker ist und wie eine Kitepumpe entsprechend hohen Druck ermöglicht. Ohne Probleme lässt sie sich außen am Rucksack befestigen.

Den passenden Ventilaufsatz für North Kites haben wir auf den Schlauch der Sup Pumpe geklebt.


Da die meisten Airlines neben dem Handgepäck noch einen persönlichen Gegenstand an Board erlauben, kann man zur Not auch den Kiterucksack mit ins Flugzeug nehmen, falls er nicht mehr in den Backpack passt.