Namibia

11.08.

9 Stunden fahren…

und dabei die 8000km knacken und einmal fast trocken gefahren. Ich komme aber nochmal auf die Sache mit den Reifen zurück:-). Wir haben es tatsächlich geschafft, über 8000km in Namibia herumzureisen ohne einen Platten!!! Alle, die wir getroffen haben, mussten mindestens einmal einen Reifen wechseln. Wir sind jetzt wieder in Windhoek und morgen geht’s zum Flughafen und dann weiter nach New York. Wir freuen uns drauf. Die neuen Einträge findet ihr dann im nächsten Reiter „USA/Kanada“!

10.08. (morgens vor dem Kiten:-))
Heute sind wir nach Kolmanskop gefahren. Diese verlassene Siedlung, die nach deutschem Vorbild gebaut wurde, liegt nur ca. 10 km von Lüderitz entfernt. Kolmanskop entstand nur deshalb, weil 1908 dort in der Nähe zufällig Diamanten entdeckt wurden. Der dadurch ausgelöste Diamantenboom führte dazu, dass die Siedlung immer schneller wuchs. Die Einrichtungsgegenstände, Baumaterialien und Maschinen wurden extra von Deutschland aus nach Lüderitz verschifft. Aufgrund des Reichtums der Bewohner gab es dort in dieser lebensfeindlichen Umgebung ohne Wasser viele Dinge, die für Afrika damals nicht selbstverständlich waren, z.B. eine Turnhalle, eine Kegelbahn, Theater und Schwimmbad. Als dann die Diamantenfelder abgebaut waren, verließen die Bewohner nach und nach Kolmanskop und überließen den Ort wieder der Wüste.
Wir konnten sehen, wie sich die Wüste die Gebäude zurückerobert hat und manche Häuser komplett von einer Sanddüne verschluckt wurden. Da häufig noch originale Tapeten und Einrichtungsgegenstände vorhanden waren, fühlte man sich um 100 Jahre zurückversetzt und konnte nur staunen, dass innerhalb kürzester Zeit diese komplette Infrastruktur mitten in der Wüste entstand.

10.08.

…und wir haben getestet. Wir sind gerade zurückgekommen. Der Spot ist anspruchsvoll, aber einfach nur geil! Die Wellen laufen bestimmt 50-100m über den Strand aus. Man kann also wählen zwischen stehtiefem Wasser oder Wellenreiten. Wir hatten wenig Wind, etwa 15-18kts, aber mit dem 12er war es traumhaft. Recht kühl, aber bei dem Spaß sind die Temperaturen schnell vergessen. Wie immer (hier in Namibia), waren wir hier wieder alleine auf dem Wasser. Einmal hat sogar ein ganzer Bus gehalten, um sich einen Kiter im Wasser anzuschauen:-)

08.+09.+10.08.

3 Tage auf dem Wasser! Kiten in Lüderitz!

Die Bedingungen zum Kiten sind hier so perfekt, dass wir heute noch einmal aufs Wasser gehen werden. Wir haben in den letzten beiden Tagen schon ordentlich Spaß gehabt und beste Bedingungen vorgefunden.

Material:

Element Riders (Der Rainer) verleiht Neoprenanzüge und Kites. Seine Kites sind allerdings schon älter und auch nicht wirklich günstig für die Verhältnisse. Wir haben uns einen 12er Rebel von 2018 aus Deutschland mitgebracht. Tendenziell würde ich hier aber eher kleinere Kites nehmen. Maximal 10qm. Wir haben etwas Glück mit dem Wind, dass er nicht ganz so stark ist. Somit konnten wir den 12er an 2 Tagen nutzen.

Spot 1 ist die kleine Lagune direkt südlich vor dem Ort. Hier ist stehtiefes Wasser und auflandiger Wind mit Sandstrand. Minimal böiger Wind durch die vorgelagerten Erhöhungen. Optimal für Anfänger, Freestyle und Flachwasserliebhaber:-)! Parken kann man direkt auf dem Strand.

Spot 2 ist die Second Lagoon. Der Spot ist direkt hinter dem Speed Channel. Hier ist auch Sandstrand und ein sehr flacher Einstieg, aber für uns ein absolutes No Go! Der Wind ist ablandig und es gibt hier KEINE Rettungsboote. Wer Glück hat, verfängt sich im Notfall in den aufgestellten Fischernetzen. Uns wurde gesagt, dass das Kiten hier geht, man muss nur bereit sein, sein Zeug abzuwerfen und an die Steinküste zu schwimmen. Ne ne ne…

Spot 3 ist die Große Bucht: DER Wellenspot schlechthin! Auflandiger Wind, Sandstrand und Welle. Traumhafte Kulisse und sehr groß. Wir werden es dort heute testen! Weiteres folgt:-)….

07.08.

Lüderitz!
Das ist vorerst unser letzter Aufenthalt für Namibia. Lüderitz ist ein kleines gemütliches Küstenstädtchen, wo man sehr gut kiten kann. Hier wurde sogar der Speed-Weltrekord im Windsurfen und Kiten aufgestellt! Den wollen wir nicht toppen, aber für morgen steht kiten in den Buchten auf dem Plan! Endlich! Wir haben uns schon Neoprenanzüge geliehen und morgen soll dann auch der Wind kommen. Da heute noch Flaute war, haben wir uns hier umgesehen und sogar Delfine im Wasser entdeckt! Die Buchten sind super schön hier! Wir freuen uns auf 4 Tage Lüderitz. Die Planung für New York ist schon im vollen Gange. Nächste Woche sind wir dann schon da. Das wird spannend!

06.08.

Ai-Ais Hotsprings und Fish River Canyon
Heute sind wir zuerst zu den heißen Quellen nach Ai-Ais gefahren. Diese sprudeln mit 65 Grad aus dem Boden und werden in Pools geleitet. Nach der langen Fahrt gestern haben wir es besonders genossen, in den heißen Quellen im Außenpool in der Sonne zu baden. Wir hatten sogar das Glück, die heiße Quelle eine ganze Zeit für uns alleine zu haben, bevor dann der Touristenbus ankam 😉
Danach sind wir zum Fish River Canyon gefahren. Dieser Canyon gehört zu meinen absoluten Highlights in Namibia. Er ist sehr beeindruckend und es ist wunderschön, wenn man von ganz oben sieht, wie sich der Fish River durch den Canyon schlängelt. Der Canyon ist 160 km lang und erreicht eine unglaubliche Tiefe von bis zu 550m.
Gerade im untergehenden Sonnenlicht zeigte sich seine besondere Ausstrahlung.

05.08.

Wir sind heute mal wieder eine ordentliche Strecke mit dem Auto gefahren. Es ging von Solitaire nach Grünau. Angekommen auf der Vastrap Farm gab es lecker Essen vom eigenen Küchengrill.

04.08.

This is Africa!
Heute sind wir zum Sesriem-Canyon gefahren, der ebenso wie das Sossusvlei, wo wir gestern waren, im Namib Naukluft Park liegt. Als wir dort am Gate ankamen, begrüßte uns derselbe Mitarbeiter wie am Vortag und sagte sofort: „Ah, Johannes, du warst doch auch gestern schon hier oder?“ Wir waren sehr überrascht wegen des erstaunlich guten Gedächtnisses des Mannes, der schließlich jeden Tag hunderte Autos am Eingang abfertigt. Er meinte, wenn wir nur zum Sesriem-Canyon wollten, brauchten wir nicht extra wieder die 10€ Eintritt zu zahlen,  da wir das ja schon gestern gemacht hätten. Wir bedankten uns und fuhren zum Canyon. Über einen kleinen Weg konnte man dort hinabsteigen und im Canyon ca. 2 Kilometer durch die zum Teil 30 Meter tiefe Schlucht wandern. Es war ziemlich beeindruckend von unten zu den hohen Felsen hinaufzuschauen. Es wurde einem aber auch etwas mulmig, wenn man die riesen Felsbrocken sah, die sich wegen der porösen Beschaffenheit des Canyons gelöst und hinabgestürzt waren, die den Weg nun teilweise versperrten. Vor allem angesichts der Tatsache, dass wir uns sicher waren, dass es bestimmt keine namibische Behörde gab, die in regelmäßigen Abständen kontrollierte, ob die Begehung des Canyons noch gefahrlos möglich ist. Zum Glück blieben wir von herabfallenden Gesteinsbrocken verschont 🙂
Auf dem Rückweg erinnerten wir uns an die Worte des Mitarbeiters, der uns gesagt hatte, wir brauchten nicht erneut Eintritt zu zahlen. Als wir zuversichtlich auf den Ausgang zufuhren, konnte sich derselbe Mitarbeiter von heute Morgen allerdings nicht mehr so richtig an seine Worte erinnern und sagte plötzlich, man müsse an jedem Tag, an dem man in den Nationalpark möchte, wieder den Eintritt bezahlen, zumal wir nun auch schon ganze zwei Stunden im Park gewesen seien. Wir entschuldigten uns schon für „unser Missverständnis“und wollten gerade zum Parkbüro fahren  um das Geld zu bezahlen, als er uns begriffsstutzige Touristen darauf aufmerksam machte, was er wirklich wollte. Er nuschelte vertraulich auf Englisch: „Oder habt ihr was für mich?“ Als wir sein Anliegen also endlich verstanden hatten und fragten, wie viel er denn wolle, wirkte er zufrieden, dass wir seine Anspielungen nun endlich verstanden hatten und meinte nur, dass müssten wir selbst entscheiden. Mit 6€ war er jedenfalls sehr zufrieden, ließ uns passieren und winkte uns lächelnd hinterher.
Fazit: Auch nach fast drei Wochen haben wir offenbar immer noch nicht „Namibias inoffizielle Zahlungssysteme“ verstanden. 😉 Aber wie würde unser Couchsurfinghost sagen: This is Africa!

03.08.

Wir waren heute im und um das Sossusvlei herum unterwegs. Das Sossusvlei ist eine von Sanddünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne in der Namib, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See im Vlei am Ende des Tsauchab. Ob man hier kiten kann, konnten wir leider nicht testen, denn es war alles staubtrocken. Wir sind bis zum Ende der geteerten Straße gefahren und haben dort das Auto geparkt. Als erstes sind wir zum ca.2 Km entfernten Hidden Vlei gewandert und waren dort komplett alleine und haben auf einer Düne gefrühstückt-also das, was wir uns mitgebracht hatten. Geschmierte Brote, Apfel und Banane. Die Natur und die Aussicht waren atemberaubend! Wieder zurück mussten wir noch ca. 5 Km bis zum Sossusvlei zurücklegen,  aber nicht mit dem eigenen Pkw, denn hier ist jeder zweite stecken geblieben,  der nicht die Luft aus den Reifen gelassen hat und entsprechend breite Reifen hatte. Die „richtigen“ 4×4 haben für diese Fälle sogar einen Kompressor an Bord, um die Reifen selbst wieder befüllen zu können. Hatten wir beides nicht und auch keine Lust auf „Steckenbleibaction“. Dafür hatten wir vorher schon mehrfach gehört, dass ab dort ein kostenloses Shuttle fährt. Der Traktor mit dem großen Anhängershuttle fuhr aber nicht, also sind wir schnell auf einen der Pickup’s gesprungen, die ersatzweise fuhren – dachten wir! Wir wurden ja auch heftig herbeigewunken! Angekommen (ca.6 Minuten später und an etlichen festgefahrenen Autos vorbei) hat sich uns der junge Shady, der Fahrer, vorgestellt. Nicht zu übersehen waren seine zwei goldenen Sterne auf den Schneidezähnchen. Ich schätze ihn mal auf ca.20 Jahre. Naja, jedenfalls sprach er recht leise und offenbarte uns, dass wir ihm nacher unter dem Baum dort drüben noch 340 NAD (rund22€) für die Fahrt geben sollten. Falls er nicht dort sei, einfach nach Shady fragen :-)! Er war später nicht mehr da und wir haben das Geld unter den Baum gelegt:-)! Natürlich nicht!!! Wir mussten etwas lächeln über Shadys Versuch, uns Geld zu entlocken. Das Sossusvlei und das Deadvlei waren wunderschön und es ist eine absolute Empfehlung, sich das einmal anzusehen! Atemberaubend! Zurück zum Parkplatz haben uns zwei nette französische Mädels mitgenommen, die einen großen Nissan fuhren. Auch dieser Wagen ist im Sand stecken geblieben, aber mit bisschen Schieben war der schnell wieder draußen. Ein toller Tag mit wunderbaren Eindrücken.

02.08.


Heute sind wir von Mariental aus Richtung Solitaire gefahren über den landschaftlich unglaublich schönen Spreetshoogte Pass. Die Schotterpisten haben unserem armen Auto allerdings wieder einiges abverlangt…Die Teerstraße endete plötzlich ohne Vorwarnung im Schotter. Als wir dann in Solitaire ankamen, das nur aus einer Lodge, einer Tankstelle, einem Minimarkt und einem Café besteht, haben wir ein Stück Apfelkuchen bekommen, das bereits überall als der beste Apfelkuchen Namibias gelobt wird. Nachdem wir probiert haben, können wir dieses Urteil nur bestätigen 🙂
Im Namib Naukluft Park sind wir dann noch auf einen Berg geklettert, von wo aus wir einen super schönen Ausblick über die ganze Ebene hatten. Ein perfekter Punkt, um den Sonnenuntergang zu sehen.

01.08.

Ausflug in die Kalahari!
Heute sind wir zuerst zum Hardap Damm gefahren, der den größte Staudamm Namibias darstellt.
Anschließend haben wir einen Ausflug in die Kalahari gemacht. Ausgangspunkt dafür war die schöne Aniblodge, von wo aus wir eine tolle Wanderung durch den unglaublich roten Sand machten, auf der wir vielen Tieren begegneten (zum Glück dieses Mal keiner Schlange 😉 ). Allerdings befand sich auf dem Wanderweg eine deutlich sichtbare Blutspur und wir wussten nicht, welches Raubtier dafür verantwortlich war. Später haben wir erfahren, dass es ein Schakal auf Beutezug gewesen sein muss. Mithilfe der Ranger konnten wir auch das Rätsel um die tiefen Erdlöcher lüften, die offensichtlich von einem Tier gegraben wurden. Dabei handelt es sich um das Erdferkel, was man aber so gut wie nie zu Gesicht bekommt, da es nachtaktiv ist und sich vor allem im Erdreich aufhält. Morgen gehts dann nach Solitaire, von wo aus wir zum Sesriem-Canyon, zum Namibnaukluftpark sowie Richtung Sossusvlei starten wollen.

BTW ( by the way)
Hier in Namibia gibt es Biltong! In Deutschland kennt man es wohl eher unter dem Namen Beef Jerky. Teilweise wird es auch als Sportlernahrung angeboten. Es sind super leckere getrocknet Fleischstreifen mit Gewürzen wie Pfeffer oder Chili. Chili ist mein Favorit und ich kaufe es hier bald kiloweise:-)! Sau lecker! Bier gibt es hier finest TAFEL Lager und TAFEL Radler. Die finden wir auch ganz lecker. Nici haben es hier Schokokekse angetan. Sie heißen Crunch’n Munch und sind schwer aufzufinden, aber wenn, kaufen wir auf Vorrat.

31.07.

Wir sind heute die Strecke nördlich von Windhoek bis nach Mariental gefahren. Die Fahrt haben wir uns dank des Treffens mit Volker und Terry mit spannenden Podcasts über Verbrechen unterhaltsam gestaltet, denn nun habe ich eine geballte Ladung an Podcasts auf meinem Handy! Dank dir Volker:-) Wir sind hier in einer super schönen Unterkunft gelandet und lassen den Abend gerade mit einem leckeren Barbecue ausklingen. Morgen fahren wir in die Kalahari.

30.07.

Unglaubliche Zufälle!
Nach einer sehr ruhigen Nacht haben wir heute eine Wanderung über das weitläufige Farmgelände gemacht und kamen sogar an einigen Nilpferden vorbei, die friedlich in der Sonne dösten. Wie sehr dieser friedliche Zustand jedoch täuschte zeigte sich, als ich mich ihnen „minimal“ näherte und das größte Nilpferd plötzlich sehr schnell mit drohenden Geräuschen auf seinen Beinen war. Da hieß es schnell den Rückzug antreten.
Als wir auf unserer Wanderung an der Farm vorbeikamen, folgte uns plötzlich einer der süßen Farmhunde auf unserem Weg zurück zu unserem Chalet. Unsere Versuche, ihn wieder zur Farm zurückzuschicken, scheiterten allerdings und er folgte uns die kompletten 5 km bis zu unserem abgelegen Chalet.
Der Rückweg gestaltete sich noch abenteuerlicher als gedacht. Wir hatten uns im Vorfeld der Wanderung bei dem Farmpersonal ausführlich informiert, ob es gefährliche Tiere auf dem Weg gibt. Das wurde vehement verneint, da es in Namibia ja schließlich Winter sei und es deshalb kaum Schlangen gebe. Diese These können wir nach der Wanderung widerlegen, da ich plötzlich mitten auf dem Weg eine kleine Puffotter entdeckte, die zu Namibias bekanntesten Giftschlangen zählt. Wir klären derzeit noch mit einem Snake Farm Besitzer die genaue Art, denn ein Foto dieser Schlange haben wir dann doch noch hinbekommen. Zum Glück hat sie sich vor uns genauso erschreckt wie wir uns vor ihr, weshalb sie schnell wieder verschwand. Die anderen Tiere, die uns kurz vor unserem Chalet begegneten, waren uns da doch deutlich sympathischer: 3 Giraffen mit einer Babygiraffe. Diese konnten wir auch während des Grillens noch beobachten.
Schon während des Essens zeichnete sich ab, dass unser kleiner Begleiter Heimweh entwickelte, denn als er in der Ferne die anderen Hunde bellen hörte, jaulte er ganz erbärmlich. Scheinbar traute er sich in der Dunkelheit auch nicht mehr alleine zurück. Wir entschieden uns, ihn mit dem Auto zur Farm zurückzubringen. Wir hatten kaum die Autotür geöffnet, als er schon sehr bereitwillig ins Auto sprang und sich auf dem Rücksitz einkringelte. Die Strecke wirkte in der Dunkelheit noch mal deutlich gruseliger, vor allem, weil man ständig Tieraugen diffus im Dunkeln leuchten sah. Dummerweise musste ich auch zwischendurch immer wieder aussteigen, um die Tiergatter fürs Auto zu öffnen und zu schließen. Nachdem uns ein Nilpferd im Dunkeln begegnete, war ich nach dem Schließen der Gates wieder besonders schnell im Auto 😉 Als wir den kleinen Ausreißer zum Haupthaus zurückgebracht hatten, erwartete uns noch eine große Überraschung, denn dort haben wir zufällig Freunde aus Köln, Volker und Theresa, getroffen, von denen wir gar nicht wussten, dass sie überhaupt in Namibia sind. Hätten sie sich nicht verfahren und wären zufällig auf der Dusternbrokfarm gelandet und ohne dass uns der kleine Ausreißer begleitet hätte, hätten wir wohl gar nicht gemerkt, dass wir nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind. Zufälle gibts, die gibts gar nicht 😉

29.07.
Irrfahrt durch die Walachei!
Heute sind wir direkt sehr früh um 7:30, als das Gate geöffnet wurde, aus dem Halali Camp mitten im Etosha aufgebrochen. Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir dann in dem Gebiet an, wo sich laut der Ranger die Löwen aufhalten sollten. Nachdem wir ca. 2 Stunden dort herumgefahren sind, hatten wir schließlich Erfolg und sahen eine Löwin, die nah an der Straße unter einem Baum döste. Wir haben sie lange beobachtet und darauf gewartet,  dass sie auch mal aufsteht, aber mehr als ein
Kopfanheben war nicht drin 😉
Dafür konnten wir einen sehr aktiven Honigdachs und einen Schakal beobachten. Wir wunderten uns schon über dieses seltsame Gespann, bis uns die Taktik des Schakals klar wurde. Der Honigdachs rannte von Loch zu Loch und buddelte nach Tieren. Als er schließlich Erfolg hatte und eine Ratte aus ihrer Höhle vertrieb, stand der Schakal schon bereit, schnappte sich die Beute,  die eigentlich dem Honigdachs gehörte, und verschwand damit. Immerhin hat der Honigdachs danach noch einen Skorpion erbeuten können. Dieses eindrucksvolle Tier ist immun gegen Bienenstiche und gegen Schlangengifte. Es wird davon nur müde, schläft ein bisschen und danach ist es wieder fit.
Für uns ging es dann nach fünf Tagen im Etosha wieder Richtung Windhoek, von wo aus wir den Süden Namibias erkunden wollen. Kurz vor Windhoek haben wir auf der abgelegenen Dusternbrok Farm ein Chalet gebucht. Die Fahrt dahin gestaltete sich sehr abenteuerlich, da die Angaben im Internet offensichtlich nicht stimmten und wir auf völlig unwegsamen Wegen (z.B. ein Flussbett) fuhren und es langsam dunkel wurde. Schließlich begegnete uns in der Walachei ein Farmer, der uns dann den richtigen Werk erklärte. Seiner Wegbeschreibung folgend endete der Weg allerdings vor einem Gate mit der Aufschrift,  dass es strengstens verboten sei, dort durchzufahren. Also drehten wir wieder um, um nach einem anderen Weg zu suchen, bis wir wieder dem Farmer begegneten, der sagte, dass wir natürlich durch eben dieses Gate hätten hindurchfahren müssen. Wir waren also einfach nur zu regelkonform 😉 Als wir das verbotene Tor passiert hatten, kamen wir dann auch zu einem Schild, das anzeigte,  dass es nur noch 8 km bis zur Farm seien. Wir waren ganz schön erleichtert, als wir mit Einbruch der Dunkelheit am Haupthaus ankamen. Von dort ging es dann noch mal 5 km durch die Walachei weiter bis zu unserem Chalet. Die Irrfahrt hat sich echt gelohnt, denn diese tolle Hütte hatte neben einem grandiosen Ausblick ein begehbares Flachdach. Zusätzlich gab es eine Feuerstelle und dank Solartechnik sogar heißes Wasser sowie Solarlampen. Bei einem entspannten Barbecue konnten wir dann die Stille und den tollen Sternenhimmel genießen.

28.07.
Eine Nacht im Etosha!
Heute sind wir besonders früh aufgestanden, um zügig zu dem Gebiet in den Etosha zu gelangen, wo uns von Rangern mitgeteilt wurde, dass dort eine Löwensichtung am wahrscheinlichsten sei, nämlich in der Umgebung des Camps Okaukuejo. Außerdem sollten sich die Löwen eher in den frühen Morgenstunden zeigen,  wenn sie sich noch nicht vor der Mittagshitze in den Schatten zurückgezogen hätten. Da man bis dahin einmal quer durch den Park muss und das über extrem bucklige Schotterpisten, auf denen man mit maximal 60 km/h fahren kann, kamen wir dort eher am späten Vormittag an und hielten vergeblich nach den Löwen Ausschau. Aber zum Glück hatten wir eine Übernachtung innerhalb des Etosha Parks im Halali Camp gebucht, sodass wir morgen direkt mit Sonnenaufgang starten und so viel früher im Löwengebiet sein können. Nach einer Abkühlung im Pool haben wir uns dann am campeigenen Wasserloch den Sonnenuntergang angeschaut und noch einige Stunden in der Dunkelheit gewartet, ob sich Tiere am beleuchteten Wasserloch blicken lassen. Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, nicht nur weil die Tiere  zunächst ausblieben, sondern weil eine ganze Armada Japaner mit Profifotoausrüstung für ziemlich viel Lärm sorgte (so eine Ausrüstung mit sämtlichen Stativen und Kameras muss ja schließlich erst mal gut aufgebaut und installiert werden, wobei die Krönung darin bestand, dass ein Japaner versuchte,  zwei Kameras übereinander zu stellen und gleichzeitig zu bedienen und währenddessen noch mit dem Handy Fotos machte 😉 Als die Gruppe dann endlich ins Bett gegangen war und wieder Stille am Wasserloch einkehrte, zeigte sich nach einiger Zeit tatsächlich ein Nashorn und später ein Elefant, die wir erst in dem Moment sahen, als sie aus den Sträuchern ins Licht hinaustraten. Wirklich beeindruckend, den Tieren so nah zu sein, nur ein Zaun hat uns noch von ihnen getrennt.
Ein Löwe war zwar bisher nicht dabei,  aber vielleicht haben wir morgen ja mehr Glück 🙂

27.07.

Sparsamer Tag: heute nur 250 Km Strecke!
Wir sind heute über das nördliche Tor von Omuthiya aus kommend in den Nationalpark gefahren. Nach ein paar Minuten haben wir einen Helikopter ganz nah über den Baumkronen im heftigen Wechsel von Steig- und Sinkflug gesehen. Auch das Heck des Helikopters ist immer wieder hektisch ausgebrochen, als ob der Pilot mit dem Steuerknüppel in einer Suppe rührt und mit den Pedalen Ping Pong spielt. Wir haben wirklich mit dem Schlimmsten gerechnet und ich bin davon ausgegangen, dass der Metallvogel nicht mehr lange am Himmel bleibt. Es kam aber ganz anders. Wenige Augenblicke später kreuzte ein Nashorn direkt hinter uns im Raketentempo die Straße. Der Heli natürlich im gleichen Lufttanz wie zuvor hinterher. Zwei Möglichkeiten gibt es nun als Erklärung: Entweder das arme Tier war krank und musste schnell zum Rhinodoktor und deshalb betäubt werden oder wir hatten soeben die Jagd eines steinreichen Oligarchen mit dem Hubschrauber auf Nashörner beobachtet. Das würde dann auch die Langwaffe erklären, die einer der Insassen aus der geöffneten Tür hielt. Bestimmt war es nur krank :-/. Danach sind wir den Tag entspannt angegangen, haben wieder viele Tiere beobachtet und letztendlich sind wir heute auch nur ca.250 Km gefahren. Das war ja mal nix im Vergleich zu den letzten Tagen. Morgen übernachten wir im Park und sind beide schon sehr gespannt darauf.

25.+26.07.

Nachdem wir uns heute von unserem Couchsurfing Host Jowandré und seiner Frau in Tsumeb verabschiedet hatten, ging es wieder Richtung Etosha Nationalpark. Am Eingangsgate werden von den Wärtern akribisch alle Daten des Autos notiert. Wir waren etwas irritiert, als der Wärter, während er direkt neben unserem Auto stand  fragte, welche Farbe es habe. Vielleicht sollten wir es bald noch mal waschen lassen 😉 Wir wussten, dass es im Park eine Tankstelle gibt,  zu der wir direkt fahren wollten,  da der Tank leer war. Dort angekommen teilte man uns mit, dass die Dieselpumpe gefroren sei und wir gegen 10 Uhr wiederkommen sollten, wenn die Sonne wieder alles aufgetaut habe. Zum Glück gab es ganz in der Nähe ein Wasserloch, an dem wir die Zwischenzeit gut überbrücken konnten 🙂 wie auch gestern schon konnten wir viele Tiere , z.B. Zebras, Nashörner, Giraffen und Elefanten aus nächster Nähe beobachten. Davon kann man gar nicht genug bekommen. Besonders als plötzlich eine ganze Elefantenherde die Straße genau an der Stelle kreuzen wollte, wo wir standen, merkt man, dass man wirklich mittendrin ist.

24.07.

Heute sind wir vom Damaraland Richtung Etosha Nationalpark gefahren. Auf dem Weg sind wir am größten Meteoriten der Welt vorbeigekommen, der vor 80.000 Jahren dort heruntergekommen sein soll und 50 Tonnen wiegt. Echt eindrucksvoll!
Danach ging es weiter bis nach Tsumeb zu unserem neuen Couchsurfinghost Jowandré, seiner Frau, seinen zwei Hunden und Katzen. Da Jowandré heute Abend noch einen Termin hat,  passen wir auf Haus und Tiere auf 😉 Morgen gehts dann sehr früh raus, damit wir bei Sonnenaufgang im Etosha sind.


23.07.

Weites Damaraland
Nachdem wir heute früh von der nebelverhangenen Skelettküste aufgebrochen sind, ging es für uns weiter Richtung Damaraland. Wieder ging es für 300 Kilometer über die Schotterpiste, an der alle paar Meter geplatzte Reifen lagen. Wir sind bisher zum Glück noch ohne Reifenwechsel ausgekommen 😉
Am Wegesrand wurden wir auch schon sehr skeptisch von einer Hyäne beäugt.
An der Mopane Lodge angekommen konnten wir einen schönen Sonnenuntergang bei einem Sundowner bewundern sowie den unglaublich tollen Sternenhimmel ein paar Stunden später.

22.07.

Nachdem wir drei tolle Tage bei unserem Couchsurfinghost Mat und seiner Familie verbracht haben, ging es für uns heute weiter von Walvisbay Richtung Skelettküste. Unser erster Halt war am Seal Reserve, wo wir tausende Robben aus nächster Nähe beobachten konnten. Echt beeindruckend (auch wenn es da ganz schön gestunken hat ;-).Dann ging es weiter durch das berühmte Gate von der Skelettküste. Wir haben uns wie in einer Mondlandschaft gefühlt. Man konnte unendlich weit gucken und außer Sand, Steinen und ein paar Hügeln gab es einfach weit und breit nichts. Auf unserem Weg haben wir immer mal wieder ein Schiffwrack an der Küste gesehen sowie einige Schakale und Strauße. Jetzt sind wir in Terrace bay gelandet, ein Ort mitten im Nirgendwo, der nur aus paar Häusern besteht,  bevor es morgen weitergeht.

21.07.

Heute war (m)ein toller Tag!
Kurz zur Geschichte: Ich pflege seit geraumer Zeit eine Hassliebe zu sämtlichen Schlangen. Bedeutet: sehe ich die Schlange auf freier Wildbahn, sind wir Feinde, wobei ich derjenige bin, der schreiend davonläuft. Sehe ich dich hinter einer Scheibe, kann ich kaum nah genug herankommen – faszinierend! Also bin ich auch ein großer Fan von Schlangenfarmen. Und genau so eine haben wir heute besuchen können. Und Nici musste mitkommen:-). Sehr zu empfehlen! Die Schlangenfarm in Swakopmund. Danach haben wir einen tollen Blick vom Woarmann Tower in Swakopmund genossen und haben uns noch ein Wrack auf der Skeleten Coast angeschaut.

20.07.

Dünen, Dünen und Düne 7…

Die Dünen haben es uns angetan. Das ist wie ein riesen Sandkasten zum Spielen und Klettern. Sehr spannend und rau war aber auch die Atlantikküste. Dies ist jedoch kein Spot zum Kiten. Viiiiel zu gefährlich und sau kalt. Morgen wollen wir den Sonnenaufgang bestaunen- doof, dass man da so früh raus muss:-)

19.07.

Die wunderbare wilde Wüste entdecken…


Auf unserem Weg von Windhoek nach Walvisbay fiel uns direkt die endlos lange Straße auf, die sich scheinbar endlos lang bis zum Horizont zog. Auf dem „Grünstreifen“ zwischen den beiden Spuren graste zwischendurch immer mal eine Rinderherde.
Kurz hinter Swakopmund konnten wir einen kleinen Abstecher in die Dünen machen. Hier haben wir das erste mal unseren 4×4 gebrauchen können,  der uns mühelos durch den Sand zu den Dünen gebracht hat.
Besonders faszinierend war es, dass man Wüste und Atlantik zugleich sehen konnte.
Danach ging es weiter nach Walvisbay, wo wir die vielen Flamingos in der Lagune bestaunen konnten. In Walvisbay wohnen wir bei Mat unserem Couchsurfhost, der uns sehr nett mit einem typisch namibischen Braii (Grillabend) empfangen hat.

18.07.

Ein giraffiger Wandertag…
Heute sind wir ganz in der Nähe von Windhoek im Daan Viljoen Nationalpark wandern gegangen. Es war wunderschön und wir haben so einiges gesehen. Warzenschweine, Affen, Strauße und Giraffen. Alles aus nächster Nähe. Auf der 9 Km langen Tour ist uns KEIN EINZIGER Mensch begegnet. Die Ruhe und die Natur waren traumhaft. Ein paar nervige Fliegen haben versucht uns den Spaß zu nehmen, aber als wir aus dem Flussbett wieder draußen waren, waren wir auch die Fliegen los. So kann es wirklich weitergehen. Kaum zu glauben,  dass es noch über ein Jahr weiter um die Welt geht! Das ist überwältigend.

17.07.

Wir sind da!
Nach einer erholsamen (Nici) und schlaflosen (Jojo) Nacht im Flugzeug sind wir gut in Namibia angekommen. Um 6 Uhr morgens bei 5 ° über null dachte ich: besser als 40°  wie damals in Thailand. Nici dachte eher an einen Skiurlaub. Wir haben nun einen schönen Renault Duster 4×4 mit gerade mal 17000 auf der Uhr. Bei der Übergabe wurde besonders auf das Ersatzrad und die notwendigen Fähigkeiten, dieses auch montieren zu können, hingewiesen. Ein Reifenwechsel kommt hier wohl öfter vor- wir schaffen es ohne! Updates folgen:-)! Einen kleinen Dämpfer gab es, als der Geldautomat völlig auf stur geschaltet hat und nix mehr hergab. Nici hat zum Glück schnell rausgefunden, dass der Mindestbetrag einer Auszahlung 750 NAD beträgt! Bei unserem ersten Einkauf durfte eins nicht fehlen: Namibia Biltong „fresh from the Farm“. Dann haben wir erstmal Schlaf nachgeholt und gleich geht es noch zu Joe’s Beerhouse. Wir haben uns dort mit einem netten Pärchen verabredet, das wir am Flughafen kennengelernt haben. Unsere Unterkunft hier in Windhoek ist extrem schön! Super sauber und es fehlt an nix. Es ist gemütlich und wir fühlen uns wohl! Es geht also sehr entspannt und wenig kompliziert los!

19 Kommentare

  1. Ihr Lieben!
    Wir lesen euren Blog jeden Tag 😄 und wünschen Euch weiterhin unvergessliche Abenteuer!
    Take care
    Johannes + Diana

  2. Hallo, ihr Abenteurer!
    Vielen Dank für den Link zu eurem Reiseblog. Bin jetzt schon ein Fan und könnte neidisch werden, aber ihr habt es euch verdient!!!

    Ich wünsche euch eine aufregende und schöne Zeit!
    Liebe Grüße aus Köln
    Anja D.

  3. Hey euch beiden eine gute Reise 😊

  4. Liebe Nici, lieber Jojo,
    ….. der 2. Monat eurer Reise ist schon angebrochen, vielen Dank für die tollen Bilder und die lebhaften Berichte der ersten Zeit in Namibia.
    Alles Gute weiterhin 😘

    Ganz liebe Grüße von Zuhause
    M&P

    • Danke wir bleiben dran. Manchmal ist es etwas mühsam mit schlechtem Internet oder schlechter Verbindung, aber klappt ja irgendwie schon:-)! LG zurück!

  5. Alfred und Marlene Natus

    28. Juli 2019 at 13:39

    Oma und Opa aus Glaadt sind jetzt auch online, da die SMS nicht durchgegangen ist. 😄 Grüße aus Glaadt habt eine schöne Zeit.

  6. Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr gut angekommen seid und es euch gut geht. Tolles Häuschen.
    Freue mich auf weitere News.
    Liebe Grüße,
    Manu

  7. Schön, dass ihr gut angekommen seid!! 🦒

  8. ach wie schön! habt eine gute reise und wunderbare erlebnise und begegnungen!

  9. Yasemin Saat

    14. Juni 2019 at 13:12

    Hallo Herr Lehmann,ıch wünsche Ihnen jetzt schon eine gute Reise:))

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