Alle weiteren Einträge findet ihr ab jetzt in der nächsten Rubrik „Neuseeland“, wo wir heute Morgen am 24.12. gelandet sind.

23.12.

Zurück nach Nadi
Nach drei wirklich entspannten schönen Tagen bei Sean und Dylan, sind wir heute wieder zurück nach Nadi gefahren. Da wir genug Wind hatten, stoppten wir für ein paar Stunden an unserem 5 Sterne Kitespot, wo wir für circa drei Stunden aufs Wasser konnten. Wahrscheinlich vorerst das letzte Mal im warmen Wasser ohne Neoprenanzug. Nach einem leckeren Picknick ging es dann weiter zur Unterkunft.
Dass auf Fidschi ständig irgendetwas verbrannt wird, überall kleinere und größere Feuer schwelen und ganze Dörfer in beißendem Rauch versinken, ist schon nichts Besonderes mehr für uns. Das, was wir aber auf dem Weg nach Nadi gesehen haben, übertraf alles vorher Gesehene. Ein Feuer war außer Kontrolle geraten und hatte auf den benachbarten Wald übergegriffen. Dort brannten manche Flächen lichterloh und Glutnester hatten sich durch Funkenflug noch einige Kilometer weiter im Wald verteilt. Eine Feuerwehr war weit und breit nicht zu sehen. Damit es auf Fidschi brennt, muss man sich schon sehr fahrlässig verhalten, denn eigentlich regnet es jede Nacht, sodass
es wirklich nicht trocken ist.
In der Unterkunft mussten wir dann erst einmal wieder die Koffer packen. Wir freuen uns schon sehr darauf, dass wir in Neuseeland ca. 2,5 Monate bleiben werden, ohne die Rucksäcke für die Flüge preparieren zu müssen.

22.12.

Mount Korobaba
Da es heute ein besonders heißer Tag war, sind wir nach dem Frühstück erst mal in den Pool gehüpft, der zum Glück noch im Schatten lag und herrlich erfrischend war. Fast jedes der Häuser in der Nachbarschaft hat ein eigenes Security Häuschen direkt neben dem Garagentor. Das mussten wir uns natürlich mal genauer ansehen 😉 Nachmittags fuhren wir dann zum Mount Korobaba, um dort hinaufzuwandern. Es gibt keine offizielle Wanderstrecke hinauf, sondern lediglich einen Trampelpfad. Parken konnten wir netterweise auf dem Gelände des angrenzenden Zementwerks, von wo aus wir die Wanderung starteten. Der Pförtner zeigte uns einen überdachten Schattenparkplatz und versicherte uns sogar, dass er auf unser Auto aufpassen würde. Wirklich nett. Das gilt übrigens für die meisten Einheimischen: überall wird man mit einem fröhlichen „Bula“ (=Guten Tag) begrüßt.
Der Weg war wirklich abenteuerlich und führte uns durch ein dichtes Waldgebiet. Ziemlich rutschig und manche Abschnitte musste man balancierend auf einzelnen Baumstämmen überbrücken. Es war ziemlich heiß, aber zum Glück gab es immer wieder Wasserfälle, die in kleine Pools mündeten, wo wir uns abkühlen konnten. Das letzte Stück vor dem Gipfel war besonders anspruchsvoll, da es besonders steil war und man Hände und Füße brauchte, um hinauf zu kommen. Zum Glück konnten wir uns mithilfe des dichten oberirdischen Baumwurzelwerks hochziehen.
Der Ausblick belohnte uns für den 1,5 Stunden langen Aufstieg. Wir konnten in der Ferne die Stadt Suva sehen und die Schiffe auf dem Meer. Sogar von hier oben konnte man den schützenden Riffring um Fidschi herum erkennen.
Heute ist unser letzter Tag in Suva, morgen fahren wir wieder nach Nadi. Am 24.12. fliegen wir dann weiter nach Neuseeland. Den Aufenthalt auf Fidschi haben wir ziemlich gut getimed, da wir in der Windfinder app einen Zyklon entdeckt haben, der ab dem 27.12. auf Fidschi trifft, wobei besonders die Yasawa Inseln betroffen sind, die wir vor ca. einer Woche besucht haben.

21.12.

Nach einem leckeren Frühstück sind wir zum Pacific Harbor gefahren. Wir hatten gelesen, dass es dort schöne Strandabschnitte geben soll. Auf dem Weg dahin sind wir an einem schweren Verkehrsunfall vorbeigekommen. Ein Minivan war bei einem Überholmanöver mit einem Pickup kollidiert. Die Fahrerkabine des Minivans war komplett eingedrückt und alles war voller Blut. Wenn der Fahrer das überlebt hat, kann man wirklich von Glück reden. Bei dem riskanten Fahrverhalten auf Fidschi wundert es uns allerdings nicht. Dafür hat aber jedes zweite Auto und jeder öffentliche Bus religiöse Aufschriften und Botschaften aufgeklebt, was allerdings niemanden vom Rasen abhält.
Zum Strandabschnitt des Pacific Harbor führte eine private Einfahrt, die offensichtlich zu einem Haus gehörte. Es parkten bereits einige andere Autos dort. Als wir zu dem Wohnhaus gingen, um zu fragen, ob wir dort parken dürfen, hielt Johannes einen gehörigen Sicherheitsabstand zum Hund ein, der vor dem Haus lag. Die Besitzerin beruhigte ihn und sagte noch, er sei ganz harmlos, als er auch schon auf ihn zurannte und ihn ins Bein gebissen hatte. Die Wunde war zwar relativ harmlos, aber trotzdem wirklich ärgerlich. Die Besitzerin belohnte den Hund auch noch mit einem Knochen und fragte, warum Johannes nicht einfach nach dem Hund getreten habe, um den Angriff abzuwehren. Sie beteuerte, dass der Hund keine Krankheiten habe und wollte uns dann noch das Eintrittsgeld für den Strand abknöpfen. Wirklich dreist. Da dieser Strand wirklich wenig verlockend aussah im Vergleich zu den anderen Stränden, die wir schon auf Fidschi besucht hatten, fuhren wir weiter. Beim Arzt erfuhren wir, dass es immerhin keine Tollwut auf der Insel gibt. Außerdem gibt es auf Fidschi eigentlich ein Gesetz, dass Hundebesitzer verpflichtet, Menschen, die von ihrem Hund gebissen wurde, zum Krankenhaus zu bringen. Von ihrer Verantwortung wollte diese Hundebesitzerin scheinbar nichts wissen.
Auf dem Rückweg hielten wir noch am Supermarkt, um für das Abendessen für unsere Couchsurfing Gastgeber einzukaufen. Egal in welchem Geschäft man sich aufhält, man wird überall mit schrecklichen Weihnachtsliedern im Technoremix zugedröhnt.
Bei Käsespätzle und leckerer Bundaberg Limonade verbrachten wir einen schönen Abend mit unseren Gastgebern Sean und Dylan.

20.12.

Auf nach Suva
Die nächsten Tage werden wir in Suva, am anderen Ende von Fidschi verbringen. Dort können wir bei einem netten Paar, Sean und Dylan, in ihrem großen Luxushaus mit Pool bleiben. Die Kilometerzahl dorthin hielt sich zwar noch einigermaßen in Grenzen, dafür darf man aber maximal 80 kmh fahren, was bei dem Fahrstil der Fidschianer allerdings schnell genug ist. Hier wird gedrängelt, viel gehupt und riskant überholt. Autobahnen gibts hier auch nicht, sondern nur Landstraßen. Auf dem Weg an der Küste entlang von Nadi nach Suva kamen wir an sehr vielen einfachen Wellblechhütten vorbei. In regelmäßigen Abständen sieht man hier schwarze Rauchwolken aufsteigen, weil die Bewohner hier ihren Müll verbrennen oder auch schon mal alte Autos. Wir stoppten in Korotogo und konnten für knapp vier Stunden mit dem Kite aufs Wasser, da wir sehr starken Wind und dieses Mal auch die perfekte Tide abgepasst hatten. Im flachen Bereich auf der Sandbank sahen wir viele Babyhaie, die sich aber sofort aus dem Staub machten, sobald man ihnen zu nahe kam. Der heutige Kitetag war besonders gut, weil alles gepasst hat: Dusche am Strand, ein schöner Sandstrand zum Aufbauen, sogar mit Sonnenschirmen und Liegen im Schatten, und eine nette Strandbar. Wir hatten beste Bedingungen und viel Spaß im Wasser und in der Luft:-)
Als wir auf dem Weg nach Suva an einer Tankstelle hielten, wunderten wir uns, warum so eine wahnsinnig lange Schlange am Geldautomat stand. Wir fragten den Tankwart nach dem Grund und wir erfuhren, dass heute auf Fidschi Zahltag war und die Leute ihren wöchentlichen Lohn abheben wollten. Hier werden  die Löhne einmal pro Woche, immer freitags ausgezahlt.

Hier sieht man kleine Haie 🙂

19.12.

Kiteausflug nach Korotogo
Nach einer sehr erholsamen Nacht in einem riesigen Bett bei endlich noch mal sehr angenehm erfrischenden Temperaturen (Klimaanlage sei dank) konnte der Tag beginnen. Da Laura und Sven heute schon nach Neuseeland fliegen, haben wir noch mal zusammen gefrühstückt, bevor wir uns dann verabschieden mussten. Auf ein baldiges Wiedersehen auf der Nordinsel Neuseelands 🙂
Anschließend führte unser erster Weg zur Bank, denn meine Kreditkarte wurde ja vor einigen Tagen vom Geldautomaten eingezogen, ohne dass wir Geld abheben konnten. Obwohl der Bankmitarbeiter mir damals zusicherte, dass der Betrag schon nicht abgebucht werde, fehlen mir jetzt über 400€. Wirklich ärgerlich. Bei der Bank konnte man mir aber auch nicht weiterhelfen und verwies mich an meine Bank in Deutschland. Für die musste ich dann einige Formulare ausfüllen. Mal sehen, ob wir das Geld noch mal wiedersehen…
Davon ließen wir uns die Laune jedoch nicht verderben und fuhren mit unserem Mietwagen nach Korotogo. Dort soll man nämlich richtig gut Kitesurfen können. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wir kamen an einem tollen riesigen Flachwasserspot mit richtig klarem Wasser an, wo eine Sandbank leicht aus dem Meer hinausragte. Es sah richtig paradiesisch aus, dafür muss man also noch nicht mal auf eine der Yawawa Inseln fahren.Von außen wurde dieses Gebiet ringförmig durch ein Riff geschützt, sodass man draußen große Wellen brechen sah und wir drinnen richtig flaches Wasser hatten. Außerdem hält dieses Riff und das flache Wasser iie Haie draußen. Der Wind war richtig stark, sodass wir unseren 9m2 Schirm auspacken konnten. Bei Sonnenschein konnten wir ca. 1,5 Stunden Spaß auf dem Wasser haben. Danach setzte sich mehr und mehr die Ebbe durch, bis schließlich zwischen dem Board und den Korallen kaum noch Wasser war. Deshalb mussten wir dann leider schon einpacken.
In Nadi angekommen haben wir eine unserer besten Pizzas im EcoCafe gegessen. Sehr zu empfehlen.
Heute Abend mussten wir uns dann auch von Sören und Nadja verabschieden, die Morgen auch schon nach Neuseeland fliegen.

18.12.

Abschied von den Yasawa Inseln
Nach fünf Tagen im Südsee Inselparadies sind wir heute wieder aufs Festland zurückgekehrt. Es ist uns gar nicht leicht gefallen, uns von der Insel bei bestem Wetter und Wind zu verabschieden. Von der Unterkunft wurden wir mit einem kleinen Bötchen aufs offene Meer gebracht, wo schon die Fähre auf uns wartete. Dort mussten wir dann mit dem ganzen Gepäck umsteigen. Eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Die Fahrt dauerte wieder so ca. 5 Stunden und wir kamen wieder an vielen kleinen Inselchen vorbei, die alle richtig einladend aussahen. Zwischenzeitlich hatten wir richtig hohen Seegang. Der Katamaran sorgte mit lauter dröhnender Musik für Unterhaltung. Egal mit welchem Verkehrsmittel man hier unterwegs ist, im Bus, im Taxi, überall wird man mit sehr lauter gute Laune Musik beschallt 😉
Bei strömendem Regen kamen wir wieder auf dem Festland an und checkten in unserer Unterkunft „Smugglers Cove“ ein. Sie liegt direkt am Strand. Spätestens ab diesem Moment freuten wir uns doch wieder über die Annehmlichkeiten des Festlandes, denn neben einer Klimaanlage und einem eigenen Kühlschrank ist hier doch alles deutlich günstiger und man hat eine sehr große Auswahl bei allem.
Wir trafen uns mit unseren deutschen Reisegefährten Sven, Laura, Sören und Nadja, die wir auf der Nacula Insel kennengelernt haben, zum Abendessen und verbrachten einen lustigen Abend, wo wir viele Reiseannekdoten austauschten. Wirklich ein schönes Wiedersehen.

17.12.

Kajaktour zur Nachbarinsel
Nach vier Windtagen war heute der erste Tag, an dem wir nicht kiten konnten, was aber nicht weiter schlimm war. Wir haben uns die Kajaks ausgeliehen und sind zur 2 Kilometer entfernten Nachbarinsel Nanuya Lailai gefahren. Dafür mussten wir durch einige Wellen paddeln, ganz schön anstrengend. An der anderen Insel angekommen mussten wir, um zur Blauen Lagune zu kommen, noch mal weitere 2 Kilometer um die Insel herumpaddeln. Als wir dort am Resort ankamen und uns erst mal ein Eis kauften, konnten die Angestellten es gar nicht glauben, dass wir die komplette Strecke mit dem Kajak zurückgelegt hatten. Wir ruhten uns ein bisschen im Schatten aus und waren ganz fasziniert vom wahnsinnig klaren Wasser. Schon von Weitem konnten wir die Fische beobachten. Auf dem Rückweg mussten wir uns dann gegen den Wind und die Wellen wieder zurück zu unserer Insel vorarbeiten. Auf unserem Rückweg sahen wir sogar in einigen Metern Tiefe einen Rochen, der pfeilschnell über den Meeresboden glitt.
Nach unserer dreistündigen Paddeltour waren wir doch ganz froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Als dann gegen Nachmittag die Ebbe kam, haben wir uns unsere Schnorchelsachen geschnappt und haben die Bucht direkt vor unserem Bungalow erkundet. Sobald wir ein bisschen raus geschnorchelt sind, wurde die Sicht richtig gut. Man konnte richtig weit gucken. Neben vielen bunten Korallen und neonfarbenen Fischen haben wir auch blaue Seesterne gesehen. Wahnsinnig beeindruckend.
Am Strand werden übrigens ständig Lavasteine angeschwemmt. Die kommen laut der Einheimischen alle von der 900 Kilometer entfernten Insel Tonga.

Die Tour mit dem Kajak

16.12.

Stürmischer Tag
Der neue Tag kündigte sich mit Regen und Sturm an. Nach dem Frühstück hörte der Regen allerdings auf und wir konnten mit unserer Kiteausrüstung zum weiter entfernten Strand Richtung Dorf laufen. Der 9m2 Schirm reichte bei dem starken Wind völlig aus. Der zwischenzeitlich einsetzende Regen hielt die Dorfbewohner und vor allem die Kinder nicht davon ab, an den Strand zu kommen, um uns wieder zuzuschauen.
Nach dem Kiten haben wir dem Caféhaus (bzw. eher Caféhütte) einen Besuch abgestattet, wo es wieder leckeren Schokokuchen gab. Außerdem haben wir hier noch einen richtig süßen kleinen Welpen kennengelernt. Auf dem Rückweg sammelten wir mit Sören und Nadja aus Deutschland, die schon seit ca. einem Jahr auf Reisen sind, ein paar Kokosnüsse und konnten die leckere Milch daraus trinken. Mittlerweile schaffen wir es auch, die Kokosnuss in unter einer Minute aus der Schale zu holen und zu öffnen 😉

15.12.

Windiger Sonntag
Während die komplette Dorfbevölkerung Sonntagsgottesdienst feierte, ging es für uns noch mal zum Kitestrand. Da sich das ganze Dorf in der Kirche versammelt hatte, hatten wir heute nur einen Zuschauer: eine Ziege, die uns argwöhnisch im Blick behielt. Wahrscheinlich ist sie eine Art Wachhund für das Dorf 😉
Nach der Messe kamen dann noch viele Kinder in ihren Sonntagskleidern an den Strand.
Als wir gerade abbauen wollten, fiel aus ca. 5 Metern Höhe plötzlich eine Kokusnuss direkt neben uns auf den Boden. Zum Glück hat sie uns nicht getroffen. Ein Dorfbewohner öffnete sie netterweise für uns. Zum Abendessen gab es neben Fisch leckere knusprige Chips von der Brotfrucht, die direkt neben der Küche am Baum wachsen und wie Kartoffeln schmecken.

Brotfrucht

14.12.

Entspannter Kitetag
Auf dieser kleinen Insel geht es sehr entspannt zu. Außer Booten und einem Trampelpfad gibt es hier keine Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Wer zum Geldautomat oder zum Supermarkt möchte, kann mit den Hostelbesitzern alle zwei Tage eine Bootstour zur Nachbarinsel machen. Allerdings ist das eher ein Minimarkt mit wenigen Regalen und kein richtiger Supermarkt. Deshalb besteht das Essen, was hier gekocht wird, vor allem aus dem, was hier wächst. Neben den einheimischen Früchten und dem Gemüse gibt es bisher auch immer Fisch. Wirklich lecker. Es gab heute einen Riesenbarracuda, von dem alle 12 Gäste hier sehr satt wurden.
Wir konnten heute bei perfektem Wind direkt in der Bucht vor unserem Bungalow kiten. Dabei konnten wir durch das klare Wasser unter uns die bunten Korallen sehen. Wirklich schön. Da man sich hier Seekajaks umsonst leihen kann, konnten wir draußen auf dem Wasser wechseln und den Kite an den anderen übergeben, sodass man nicht immer zum Strand zurück musste, da dieser windgeschützt liegt, aber schon ca.20m draußen, bläst der Wind im Sideshore über das offen Meer.
Nachmittags sind wir dann zum benachbarten Teehaus gegangen, das nur für zwei Stunden täglich öffnet, und konnten einen leckeren frisch gebackenen Schokokuchen essen. Anschließend ließen wir uns von einem der Hostelmitarbeiter erklären, wie man am besten eine Kokusnuss öffnet und probierten es direkt aus.

13.12.

Reif für die Insel
Nach dem ganzen Chaos gestern, sind wir heute Morgen auf die Nacula Island gefahren, die zu den Yasawa Islands gehört. Die Überfahrt dauerte ca. 4,5 Stunden. Allerdings machte diese Fähre einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck und die Fahrt wurde uns nicht lang, da wir an vielen schönen kleinen Inselchen vorbeikamen im schönsten türkisfarbenen Meer. Vor allem wegen des Kitens wollten wir in dieses schöne Flachwasserparadies. Wir haben einen Bungalow direkt am Meer bekommen. Beim Check in wurde unsere Vorfreude allerdings sehr gedämpft, als wir von der Dame an der Rezeption erfuhren, dass wir erst den Dorfältesten um Erlaubnis bitten müssen, um dort am Strand, der zum Dorf gehört, kiten zu dürfen. Als Gastgeschenk waren umgerechnet 12 € zu zahlen. Außerdem herrschen dort bestimmte Regeln, die befolgt werden müssen. Man darf z.B. im Dorf weder Mütze noch Sonnenbrille tragen und Frauen müssen ihre Knie bedecken. Diese Regeln gelten aber zum Glück nicht am Strand. Also gingen wir mit einem Hostelmitarbeiter ins Dorf, um diese Erlaubnis einzuholen, nachdem ich ein schickes rosa Tuch von einer Angestellten ausgeliehen bekam, um meine Knie zu verhüllen 😉 Wir waren schon sehr gespannt, diesen Dorfchef kennenzulernen, doch dazu kam es nicht, denn eine Frau, die ihm unsere Bitte vorgetragen hatte, während wir draußen warteten, kam direkt nach einer Minute mit der frohen Botschaft zurück, dass er uns seine Erlaubnis erteilt habe. Was für ein Glück. Während wir noch den Kite aufpumpten, versammelte sich schon eine kleine Kinderschar aus dem Dorf, die unbedingt wissen wollte, was wir dort machen. Obwohl der Wind nicht allzu stark war, konnten wir unter den Anfeuerungsrufen der Kinder paar Stunden Spaß auf dem Wasser haben und über das türkisfarbene Meer surfen. Es war sogar noch wärmer als auf Hawaii.
Beim Abendessen lernten wir dann noch zwei weitere Paare aus Deutschland kennen, die ebenfalls für längere Zeit herumreisen und zum Teil schon seit einem Jahr unterwegs sind. Wirklich spannend zu hören, was die anderen so zu erzählen hatten.

12.12.

Freitag der 13., obwohl erst Donnerstag, der 12. ist…
Diese Couchsurf Erfahrung, die wir bei Luisa gemacht haben, braucht wirklich niemand. Ihr Haus war voll mit Homestay Gästen, also Leuten, die dafür bezahlen, bei Einheimischen wohnen zu können und bekocht zu werden. Wir haben das noch freie Abstellzimmer bekommen, in dem es nur ein Minibett gab, weshalb ich auf einer Decke am Boden schlafen durfte. Wunderbar. Da die an Geld interessierte Gastgeberin alle ihre Zimmer gewinnbringend vermietet hatte, schlief sie selbst auf dem Fußboden des Wohnzimmers. Sie hatte uns im Vorfeld schon gesagt, dass sie am nächsten Tag mit uns in ein spezielles Einheimischendorf fahren und uns ihre Freundin vorstellen wollte, die eine kleine Reiseagentur betreibt und uns einen günstigen Mietwagen besorgen könnte. Das klang erst einmal sehr gut, da die Mietwagen bei den gängigen Vergleichsportalen mit 60€ am Tag ungefähr doppelt so viel kosten sollten wie überall sonst.
Am nächsten Tag war die Gastgeberin allerdings verhindert und schickte zum Glück ihre Nichte Lourdes, eine sehr gewitzte 17-Jährige, mit uns, die bei ihr die Ferien verbrachte.
Mit ihr fuhren wir direkt zu der Reiseagentur-Freundin Finau. Sie empfahl uns eine gute Insel zum Flachwasserkiten, besorgte das Fährticket für uns und für die Zeit danach einen Mietwagen für 37 € am Tag. Soweit waren wir ganz zufrieden. Sie gab Lourdes für ihre Tante Luisa noch Obst und Geld mit. Als wir das sahen, lächelte sie verlegen und sagte, dass sie ein kleines Business hätten. Das war der erste Moment, als wir stutzig wurden. Als wir wieder an der Bushaltestelle standen, fragte uns Lourdes, was wir bezahlt hatten. Sie schüttelte den Kopf und sagte, das sei viel zu teuer. Sie hatte ein Telefonat zwischen ihrer Tante Luisa und Finau auf der Sprache Fidschi mitgehört, in dem Finau stolz verkündet hatte, wie viel Profit sie aus uns herausgeschlagen hatte, welchen sich die beiden Hexen teilen würden. Darüber ärgerten wir uns natürlich sehr. Zwar erschien uns der Preis für den Mietwagen im Vergleich zu den Internetpreisen ganz ok, Lourdes sagte aber, dass sie uns einen für die Hälfte organisieren könnte. Da wir inzwischen schon wieder im Bus auf dem Rückweg saßen, drehten wir wieder um, um den Mietwagen zu stornieren und unsere 80€ Anzahlung zurückzuholen. Finau guckte ziemlich doof aus der Wäsche, als wir wieder bei ihr auf der Matte standen. Natürlich hatte sie unsere Anzahlung längst an den Mietwagenvermieter abgegeben (oder selbst ausgegeben?) und konnte sie uns nicht zurückgeben. Wir verabredeten, dass wir uns mit ihr um 17 Uhr, wenn sie das Geld zurück hätte, in der Stadt treffen würden.
Von Lourdes erfuhren wir auch noch von weiteren Machenschaften der Tante Luisa. Sie macht jede Menge Geld mit ihren Homestaygästen und versucht an deren Essen zu sparen, welches natürlich nicht sie selbst, sondern Lourdes kochen muss. Wir bekamen von den Mahlzeiten allerdings nichts ab, da wir ja nur Couchsurfer und keine zahlenden Homestaygäste waren.
Da ihr unsere erste Fidschierfahrung sehr leid tat, lud Lourdes uns zu ihrer anderen Tante zum Mittagessen ein. Die nette Tante gab uns noch einige Tipps mit auf den Weg. Dann mussten wir unsere Sachen bei der geldgierigen Couchsurfing Gastgeberin Luisa abholen. Sie wurde garantiert zwischenzeitlich von Finau darüber informiert, dass wir ihr lukratives Geschäft wieder rückgängig gemacht hatten und damit ihre Kommission futsch war, denn sie guckte uns sehr grimmig an und verabschiedete uns nicht einmal. Wir nahmen das erst beste Taxi, mit dem wir zum Hostel fuhren, und waren froh, dort raus zu sein. Jetzt mussten wir nur noch unsere Mietwagenanzahlung zurückbekommen. Zur verabredeten Zeit rief ich bei Finau an und fragte nach dem Geld. Sie sagte, noch habe sie es nicht und sie würde sich melden. Eine Stunde danach sagte sie, jetzt habe sie das Geld, aber sie müsse erst kochen. Es dauerte noch 2,5 Stunden, bis sie uns dann um 19:30 endlich unser Geld überreichte. Uns fiel ein Stein vom Herzen und wir kauften uns nach diesem schrecklichen ersten Tag auf Fidschi, den wir nur mit Stress und hin- und herreisen verschwendet hatten, ein Eis. Wer jetzt denkt, das war es schon mit Freitag, dem 13., der hat sich getäuscht. Wir mussten nämlich noch Bargeld für unseren fünftägigen Inselaufenthalt abheben. Leider haben wir die Kreditkarte nicht schnell genug aus dem Automatenschlitz gezogen, sodass sowohl die Karte als auch das Bargeld vom Automaten eingezogen wurden und wir nicht mehr dran kamen. Auch bei den Notfallnummern ging niemand mehr ran, weil wir uns längst außerhalb der Geschäftszeiten befanden. Erst am nächsten Tag um 9:30 sollte wieder jemand erreichbar sein, zu spät für uns, da unsere Fähre für Morgen um 8 Uhr gebucht ist. Zurück im Hostel erzählten wir dem Mann an der Rezeption von unserem Pech und er wollte uns helfen. Er schaffte es tatsächlich, nach einigen Telefonaten, einen Bankmitarbeiter zu organisieren, der abends um 21.30 noch den Geldautomaten für uns öffnen würde. Ich war ganz schön froh, als ich meine Kreditkarte endlich wieder in den Händen hielt. Was für ein Tag. Hoffentlich wird der Inselaufenthalt entspannter 😉

Das war der ATM, der es vorzieht, Geld und Karte einzubehalten.

10.12. und wo ist der 11.12.!?

Flug nach Fidschi
Obwohl wir heute Mittag am 10. Dezember um 12 Uhr von Honolulu nach Fiji geflogen sind und der Flug nur 8 Stunden dauerte, sind wir kalendarisch gesehen einen Tag später, also am 11.12. abends gelandet. Während wir seit Beginn der Weltreise der deutschen Zeit hinterherhinkten, haben wir heute die Datumsgrenze überschritten und sind nun der deutschen Zeit 12 Stunden voraus. Also fehlt uns irgendwie ein Tag.
Da wir keine Lust hatten unsere in Hawaii gekauften Lebensmittel (Salz,  Mehl und Zucker) wegzuwerfen, entschieden wir uns, sie mit nach Fidschi zu nehmen. Unsere Tasche wurde bei der Sicherheitskontrolle natürlich sofort rausgezogen. Unser Salz und der Zucker wurden genauestens auf Drogen überprüft. Der nette Kontrolleur gab uns unsere Tasche lachend mit den Worten zurück: ,,Wollt ihr im Flugzeug einen Kuchen backen oder was habt ihr damit vor?“ Gar keine schlechte Idee 😉
Wir hatten sogar noch eine Zwischenlandung auf der sogenannten Christmas Island, von der wir vorher gar nichts wussten. Nach Weihnachten sah es dort allerdings nicht aus, sondern eher nach Sommer mit den Palmen, den Temperaturen und dem türkisfarbenen Meer.
Heute übernachten wir bei unserer Couchsurfing Gastgeberin Luisa, wir sind schon sehr gespannt.

09.12.

Pearl Harbor und Waikiki Beach

Heute sind wir zum Pearl Harbor gefahren. Dort fand am 7. Dezember vor 78 Jahren der folgenreiche Überraschungsangriff der Japaner auf die Pazifikflotte der Amerikaner, die auf Hawaii in Pearl Harbor vor Anker lag, statt. Die Amerikaner verloren dabei weit über Zweitausend Soldaten und mehrere ihrer Schlachtschiffe. Um an diesen Angriff und die Gefallenen zu erinnern, wurde am Ort des Geschehens eine Gedenkstätte errichtet, wo die geschichtlichen Hintergründe genauer dargestellt werden. Der Eintritt zu dem Besucherzentrum und den Museen ist übrigens sogar völlig frei. Dort, wo die drei Schlachtschiffe versenkt wurden, erinnert ein Mahnmal, das das gesunkene Kriegsschiff überspannt, an die zahlreichen Soldaten, die mit dem sinkenden Schiff in den Tod gerissen wurden. Diese Toten befinden sich nach wie vor in dem gesunkenen Schiff. Sie wurden nie geborgen, sondern das Kriegsschiff sollte ihre Grabstätte sein. Mit einem Boot wurden wir zu dieser Gedenkstätte gebracht. Da das Wasser im Hafen Pearl Harbors sehr niedrig ist, ragen sogar manche Teile des gesunkenen Schiffs aus dem Wasser, ansonsten sah man nur die Umrisse. Was aber wirklich gruselig ist, ist dass wir auch nach 78 Jahren immer noch beobachten konnten, dass Öl in kleinen aufsteigenden Blasen aus dem Schiffwrack an die Oberfläche dringt und an der Wasseroberfläche einen Ölfilm bildet.
Wirklich beeindruckend diesen Ort mit eigenen Augen zu sehen.
Nachmittags fuhren wir dann zum Waikiki Beach, wo wir an der Strandpromenade entlang spazierten. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf die Hochhäuser Honululus, auf den Strand und auf die zahlreichen Surfer. Außerdem konnten wir vom Waikiki Beach einen perfekten Sonnenuntergang genießen. Zuhause überraschte uns unsere Couchsurfing Gastgeberin Lexie mit traditionellen hawaiianischem Poke, das ist roher Thunfisch mit verschiedenen Kräutern. Uns gefällt es so gut hier, dass wir morgen eigentlich noch gar nicht wieder weiter wollen. Aber wir sind natürlich auch schon sehr gespannt auf Fidschi.

08.12.

Farmer’s Markt und Waimea Bay
Unsere Couchsurfing Gastgeberin hatte uns den Farmer’s Markt im Stadtzentrum empfohlen, wo wir vergleichsweise günstig Obst und Gemüse einkaufen konnten. Dort gab es auch die beste Annanas, die wir bisher gegessen haben, die sogenannte Maui Gold Pineaple. Sie ist so süß und saftig, unglaublich lecker.
Danach fuhren wir zur Waimea Bay. Diese Bucht ist durch verschiedene Filme bekannt geworden und alle paar Jahre, wenn es dort Riesenwellen gibt, trifft sich dort die internationale Surfelite. Heute war das Meer relativ friedlich. Es war richtig lustig, sich von den großen Brandungswellen an den Strand spülen zu lassen und anschließend zu versuchen, dem Sog des zurücklaufenden Wassers zu entkommen. Außerdem konnte man dort von einer ca. 7 Meter hohen Klippe ins Meer springen. Als wir auf den Fels hinauf geklettert waren, sah es doch ganz schön hoch aus von oben. Aber nachdem man sich einmal überwunden hatte, hinunter zu springen, machte es richtig Spaß. Abends bereiteten wir Pizza für Lexie vor, um uns für die schönen vier Tage bei ihr zu bedanken.

07.12.

Sandy Beach Park, Lighthouse Trail und Hanauma Bay
Bei bestem Wetter sind wir heute zum östlichen Teil der Insel gefahren.  Dort stoppten wir zuerst am Sandy Beach Park. Wir hatten noch kaum den Strand betreten, als wir schon vom Rettungsschwimmer abgefangen und darauf hingewiesen wurden, dass Schwimmen heute wegen der extrem starken Brandungswellen und der Strömung zu gefährlich und deshalb verboten sei. Dennoch tummelten sich bestimmt 50 Leute im Wasser, die von den riesigen Wellen ständig überspült und von ihrer Wucht mitgerissen wurden, wovon die sich allerdings nicht beeindrucken ließen. Als wir am Strand entlang spazierten und den Surfern, Bodysurfern und Skimboardsurfern zuschauten, entdeckten wir plötzlich eine hawaiianische Mönchsrobbe, die auf den Strand robbte. Sie legte sich in die Sonne und ruhte sich aus.
Wir entschieden uns gegen die Wellen und sind den Lighthousetrail gewandert. Wir haben uns vor allem deswegen diesen Weg ausgesucht, weil man von so weit oben eine sehr gute Aussicht auf den Pazifik hat und somit die Chance besteht, ein paar Wale zu sehen. Leider haben die sich allerdings nicht blicken lassen. Dafür hat uns wieder einmal die unglaubliche Landschaft Oahus beeindruckt. Das Meer zeigte im Sonnenlicht seine schönsten Farben und man konnte von so hoch oben beobachten, wo sich die einzelnen Wellen draußen auf dem Meer entwickeln, und ihren Weg bis in die Bucht hinein folgen. Die Abwechslung aus Küstenabschnitten, die vom rauen Wellen umtost werden, grünen Bergen und weißem Sandstrand mit türkisem Meer gefällt uns sehr gut.
Anschließend haben wir noch an der Hanauma Bay angehalten. Dies ist ein erloschener Vulkankrater, wo man hervorragend schnorcheln kann, da die Korallenriffe bis an den Strand reichen. Die Sicht war zwar durch die von den Wellen aufgewirbelten Partikel etwas beeinträchtigt, aber wir konnten trotzdem viele riesige Fische beobachten.
Den Abend ließen wir dann Zuhause im Jacuzzi ausklingen.

06.12.

Lanikai Kitebeach
Heute Morgen sind wir zu unserer Couchsurfing Gastgeberin Lexie umgezogen, wo wir die nächsten vier Tage verbringen. Sie war zwar auf der Arbeit, hat aber die Haustüre nicht abgeschlossen, sodass wir unser neues Domizil direkt beziehen konnten. Sie hat sogar einen Whirlpool im Garten 🙂 Da heute der einzige windige Tag laut Vorhersage sein sollte, sind wir mit unserem Kite Equipment zum Lanikai Beach gefahren. Um dorthin zu kommen, mussten wir einmal quer über die Insel fahren. Die hohen Berge waren wie immer wolkenverhangen und es regnete. An der Küste strahlte aber zum Glück die Sonne. Lanikai Beach gilt zudem als der schönste Strand der ganzen Insel. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Uns erwartete weißer Sandstrand und türkises ruhiges Wasser. Der Wind reichte zwar nur für 1,5 Stunden Kitespaß, aber immerhin. Am Strand haben wir auch eine sehr ulkig aussehende Krabbe gefunden.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft war es schon dunkel und so kam die doch sehr fragwürdige amerikanische Weihnachtsdeko in der Nachbarschaft besonders gut zur Geltung: eine kitschige Krippe inklusive Palmen. Die Nachbarn scheinen um die „schönste“ Dekoration zu konkurrieren 😉
Abends kochten wir für Lexie und uns Goulasch mit Spätzle.

05.12.

Zurück nach Oahu
Nach einer schönen Woche auf Maui sind wir heute wieder nach Oahu zurückgeflogen. Dort bleiben wir weitere fünf Tage, bis wir nach Fidschi fliegen. Wir haben unseren Aufenthalt in Oahu und Maui extra etwas gesplittet, da es sonst mit den Couchsurfing Gastgebern nicht gepasst hätte und da Hawaii ein echt teures Pflaster ist (unter 100 Euro pro Nacht findet man nur die letzte Absteige), nehmen wir den etwas zerstückelten Aufenthalt auf den Inseln gerne in Kauf.
Wir sind anschließend zum Diamond Head gefahren, ein 300.000 Jahre alter Krater, der als das Wahrzeichen Oahus gilt. Dort konnte man eine steile Wanderung hinauf zum Gipfel unternehmen. Von oben hatten wir eine fantastische Aussicht auf Waikiki Beach, wo das Meer in den verschiedensten Blautönen schimmert, auf Honululu mit seinen zahlreichen Hochhäusern und auf die Surfer auf dem Meer. Erst hier oben stellten wir fest, dass wir unser Auto bereits mitten im Krater auf dem Parkplatz geparkt hatten, ohne zu bemerken, dass wir schon im Krater sind. Alles eine Frage der Perspektive 😉
Abends sind wir dann noch in die riesige Shopping Mall „Ala Moana“ gefahren. Dort herrschte schon sehr weihnachtliche Stimmung und wir konnten bei 27 Grad Außentemperatur einem Schülerorchester zuhören, das Weihnachtslieder zum Besten gab.

04.12.

Sonnenaufgang am Haleakala Nationalpark
Heute Morgen hatten wir ein ganz besonderes Erlebnis. Wir sind um 4 Uhr aufgestanden und zum Haleakala Nationalpark gefahren, um von dort den Sonnenaufgang über dem Krater des Haleakala Vulkans zu sehen. Würde man die Berge nicht erst ab dem Meeresspiegel messen, sondern bis zum Meeresgrund, wäre seine totale Höhe sogar größer als die des Mount Everests. (worauf die Amis ziemlich stolz zu sein scheinen ;-))
Um in den Genuss zu kommen, den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sehen, mussten wir allerdings einige Mühen auf uns nehmen, da der Eintritt streng reguliert wird. Es werden zwei Tage im Voraus morgens um 7 Uhr 80 Tickets freigeschaltet und an die Schnellsten vergeben. Dafür hatte ich mir schon zwei Mal den Wecker gestellt, um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Sobald die Tickets jedoch freigeschaltet wurden, waren sie sofort vergriffen. Echt frustrierend. Am dritten Morgen, unsere letzte Chance vor dem Rückflug, hat es dann endlich geklappt und ich konnte Tickets für den 04.12. buchen, obwohl ich damit schon gar nicht mehr gerechnet hätte.
Als wir uns mit dem Auto im Dunkeln den hohen Berg hinaufschlängelten, konnten wir es kaum glauben, als wir am Eingangstor erfuhren, dass wir nicht einmal die 25$ Eintrittsgebühr zahlen mussten, da unser Nationalpark Jahrespass auf Hawaii auch noch gültig ist.
Vor allem, wenn man weiß, dass einige Touranbieter die knapp bemessene Ticketsituation ausnutzen und Sonnenaufgangstouren für 140€ pro Person anbieten.
Ca. eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang waren wir am Gipfel und blickten auf eine weiße Wolkendecke und konnten dabei zusehen, wie sich der Himmel allmählich blau und orange färbte, bis sich am Horizont schließlich das erste Sonnenlicht zeigte. Es war ein unbeschreiblich schöner Anblick, als sich die Sonne über der Kraterwand des Vulkans zeigte und die Wolkendecke darunter orange färbte. Man konnte sogar in der Ferne die Big Island sehen.
Auf dem Weg vom Gipfel hinunter hatten wir eine schöne Aussicht auf ganz Maui und uns fiel auf, wie grün diese Insel ist.
Mittags sind wir dann ein letztes Mal zum Kitestrand gefahren, wo wir bis zum Sonnenuntergang perfekte Windbedingungen für unseren 9er Kite hatten. Dort fand auch ein Fotoshooting der Kitemarke Naish statt, die ihre jungen Teamfahrer mit den neuen Kites ablichtete. Echt beeindruckend, welche Tricks die so drauf haben.

03.12.

Nachdem wir gestern sehr lange auf dem Wasser sein konnten, waren die Windbedingungen heute leider nicht so optimal. Es war extrem böig und sogar den geübtesten Kitern stürzten die Kites zwischenzeitlich immer wieder vom Himmel. Deshalb wurde es nur eine kurze Session auf dem Wasser.
Als wir mit unserem Auto eine Tour über die Insel machten, fiel uns auf, dass überall alte, ausgeschlachtete Autos am Straßenrand stehen. Als wir unsere Airbnb Gastgeber danach fragten, erklärten sie uns, dass es nicht so einfach sei, sein Auto zu verschrotten und dafür hohe Gebühren anfallen. Deshalb wählen leider einige die Alternative, ihr Auto in der Natur zu entsorgen.

02.12.

Kitetag am Maui Beach
Nach einem tollen Frühstück sind wir zum Maui Kitestrand gefahren. Als wir dort angekommen sind, war trotz perfektem Wind noch kein Kite auf dem Wasser. Alle hielten sich an das 11 Uhr Gesetz, dass es erst ab 11 Uhr erlaubt, mit dem Kite aufs Wasser zu gehen, damit die Schwimmer und Angler morgens diesen Bereich für sich alleine haben.
Es war toll, nach drei Wochen endlich noch mal kiten zu können. Mit den Wellen weiter draußen war es wie auf einem großen Wasserspielplatz. Es machte richtig Spaß, mit dem Kite den Wellen hinterherzujagen, drüber zu hüpfen und in die Wellentäler hinabzusurfen. Eine Schildkröte jagte mir einen riesen Schreck ein, als sie plötzlich direkt vor mir mit ihrem großen Panzer aus dem Wasser guckte. Ich konnte gerade noch ausweichen. Später sahen wir noch viele weitere Schildkröten, die am Strand in der Sonne dösten. Es sah aus, als würden sie den Wassersportlern zugucken.

01.12.

Sehr früh am Morgen sind wir zur berühmten Road to Hana aufgebrochen, eine wunderschöne ca. 100 km lange Strecke entlang der Nordküste Mauis. Da man überall davor gewarnt wird, wie überfüllt diese malerische Route im Laufe des Tages werden kann, waren wir bereits mit Sonnenaufgang dort und tatsächlich war noch niemand zu sehen. Die extrem kurvenreiche Strecke führt einen nicht nur durch ein dschungelartiges Regenwaldgebiet, sondern auch an vielen weiteren Highlights wie Lavahöhlen, Wasserfällen, Badepools und z.B. schwarzen und roten Sandstränden vorbei. Leider haben wir einen sehr regenreichen Tag erwischt. Wir haben es aber mit Humor genommen und das Beste draus gemacht. Wir hatten zwar Badeklamotten dabei, aber die im Reiseführer angepriesenen erfrischenden Wasserfälle eigneten sich aufgrund der aktuellen Wassermassen wirklich nicht zum Abkühlen. Man hätte schon ziemlich lebensmüde sein müssen, um sich unter die Sturzflut zu stellen 😉
Auf unserem Rückweg gegen Mittag kamen uns dann tatsächlich ganze Autokolonnen entgegen, vor denen wir gewarnt wurden. Es lohnt sich also sehr früh zu starten. Da wir aktuell eine Unterkunft mit einer perfekt ausgestatteten Küche haben, nutzten wir diesen Luxus und kochten uns einen richtig leckeren Auflauf.

30.11

Mit unseren Airbnb Gastgebern sind wir heute zu einem kleinen Farmers Markt gefahren, wo es viele regionale Lebensmittel gab, die man probieren konnte. Anschließend ging es in den Makawao Wald, wo wir einen Spaziergang machten. Dieser Wald hat uns vom Geruch und den angenehm erfrischenden Temperaturen sehr an Deutschland erinnert. Nach einer Weile kamen wir an einigen Höhlen vorbei, die in die Feldwand gehauen wurden.
In dem beschaulichen Örtchen Makawao, in dem es ein sehr empfehlenswertes Café gab, konnten wir an vielen kleinen Geschäften vorbei schlendern.
Der Kaulahao Strand, den wir danach besuchten, war unser absolutes Highlight. Dort haben wir nämlich viele Schildkröten gesehen, die ganz friedlich am Strand lagen und dort in der Sonne schliefen.
Abends sind wir dann noch zum Makena Beach gefahren, um nach Delfinen Ausschau zu halten. Leider waren weit und breit keine zu sehen. Dafür sahen wir allerdings am Strand ein lustiges Camp, was von einigen Locals anlässlich des langen Thanksgiving-Feiertag- Wochenendes aufgebaut wurde. Da Camping dort offiziell verboten ist, fand man vor allem Luftmatrazen mit Pavillons darüber, um nicht ganz so offensichtlich gegen das Gesetz zu verstoßen.

29.11.

Olivine Pools und Nakalele Blowhole
Unser erster Abstecher heute ging natürlich zum Maui Kitebeach. Dort tumelten sich wahnsinnig viele Kiter. Seit wir Europa verlassen haben, haben wir eigentlich bisher nie mehr als 5 Kiter auf einmal gesehen. Aber immerhin verteilten sich die Kiter ganz gut, weil es ein großes Gebiet ist. Das Wasser lockte uns mit seiner verführerisch türkisen Farbe, doch es gab ein Problem: der Wind war viel zu stark, es war richtig stürmisch. Alle anderen Kitesurfer waren mit 6 oder 7m2 Kites draußen und unser kleinster wäre 9m2 groß. Keine Chance. Aber immerhin haben wir eine riesige Schildkröte gesehen, die wenige Meter aus dem Wasser hinausgekommen ist, um sich in der Sonne auszuruhen.
Anschließend machten wir uns auf dem Weg zu den Olivine Pools. Dafür ging es nach West Maui und eine schöne serpentinenförmige Küstenstraße entlang. Diese war zum Teil so eng, dass man bei Gegenverkehr ordentlich rangieren musste, um aneinander vorbeizukommen. Bei den Olivine Pools handelt es sich um Gezeitenpools, nur bei extremem Seegang schwappen die Wellen dort hinein. Das Besondere hier ist, dass man durch raues Lavagestein, das in vielen Farben glänzt, klettern muss, um zu den Gezeitenpools zu gelangen, die von den donnernden Wellen des Ozeans umtost werden. Da bereits mehrere Touristen hier gestorben sind, da sie von einer überraschend hohen Wellen ins Meer hinausgespült wurden, entschieden wir uns, uns das Spektakel von außerhalb des Pools anzuschauen.
Bei dem Nakalele Blowhole hat der Ozean das Lavagestein so sehr ausgehölt, dass die Wellen in diese Aushöhlung hinein donnern. Da dadurch ein riesiger Druck entsteht, der nicht nach hinten entweichen kann, entlädt er sich, indem das Wasser durch ein reifengroßes Loch, einige Meter in die Höhe schießt. Sozusagen ein natürlicher Geysir.
Diese raue Seite Mauis im nordwestlichen Teil ist wirklich ein Besuch wert.

28.11.

Flug nach Maui
Da es leider keine Fähre mehr zwischen den hawaiianischen Inseln Oahu und Maui gibt, mussten wir leider dorthin fliegen. Aber immerhin hatten wir vom Flugzeug aus eine fantastische Aussicht auf die Insel. Das war definitiv unser kürzester Flug. Nach nur 21 Minuten hatten wir schon wieder festen Boden unter den Füßen.
Bei der Mietwagenagentur war die Hölle los, da ja heute Thanksgiving ist und viele zur Familienfeier per Flugzeug und Mietwagen anreisen. Wir hatten, wie viele andere auch, die günstigste Kategorie gebucht und warteten in einer langen Schlange, da aktuell keine Autos der Midsize -Klasse mehr vorhanden waren. Als Johannes scherzhaft zu der Mietwagenmitarbeiterin sagte, er würde auch den Pickup nehmen, fragte sie ihn, ob er wirklich bereit dazu sei und freute sich, als wir mit dem Nissan Frontier mehr als einverstanden waren. Ein perfektes Upgrade für uns.
Danach fuhren wir in einen großen Supermarkt, um uns Sachen fürs Abendessen zu kaufen. Dort war erstaunlicherweise trotz Feiertag viel los, da es die Black Friday Angebote auch heute schon gab. Die Einkaufswagen (manchmal sogar zwei pro Person) waren voll beladen mit Fernsehern, Fahrrädern etc., da es auf alles 40% Rabatt gab. Es gab sogar extra Angestellte, die die Leute eingewiesen haben, um an die Kassen zu kommen. Die Schlange zog sich durch mehrere Regale hin,  bis man endlich in die Nähe der Kassen kam. Echt verrückt.

27.11.

Um uns etwas Leckeres zum Frühstück zu besorgen, fuhren wir erst einmal zum Supermarkt. Obwohl der Wagen nach dem Einkauf noch sehr leer war (es befanden sich genau 8 Artikel darin) , kosteten uns diese paar Sachen über 30 €. Unglaublich… Erst wunderten wir uns darüber, dass vormittags mitten in der Woche so viele einkaufswütige Leute durch den Supermarkt liefen. Dann wurde uns klar, dass morgen ja Thanksgiving ist. Ein großes Erntedankfest, das in den USA sogar einen höheren Stellenwert als Weihnachten hat. Man trifft sich an diesem Feiertag im Familienkreis und bereitet traditionellerweise einen Truthahn zu.
Mit unserem neuen Mietwagen, der erst 180 Meilen auf dem Tacho hat, ging es später zu einem nahegelegenen Strand. Dort in der Bucht tauchen nämlich wohl regelmäßig Delfine auf, mit denen man schnorcheln und schwimmen kann. Die Delfine haben wir zwar leider nicht angetroffen, dafür aber fünf Meeresschildkröten. Diese ließen sich durch uns gar nicht stören und wir konnten sie lange aus nächster Nähe beobachten, wie sie unter Wasser von den Wellen hin- und hergeschaukelt wurden. Wirklich faszinierend diesen beeindruckenden Tieren so nah sein zu können.
Anschließend fuhren wir zum nördlichen Bereich der Insel, zur North Shore, wo aktuell der Vans Worldcup of Surfing stattfindet. Echt spannend so nah dabei zu sein. Wir konnten mit unserem Fernglas am Strand sitzen und den Tricks der internationalen Surfer zusehen, die von einer Jury bewertet wurden.

26.11.
Nach einer sehr erholsamen Nacht in einem riesigen und endlich nochmal richtig bequemen Bett haben wir den Vormittag im Pool und im Hottub des Hotels verbracht. Bei erfrischend kühlen 12 Grad und strahlendem Sonnenschein konnten wir uns nach Nicaragua noch mal richtig abkühlen.
Wirklich herrlich nach der Hitze.
Als wir dann nach sechs Wochen noch mal in einem riesigen Supermarkt standen, konnten wir gar nicht glauben, was es da alles gab. Wir waren völlig überwältigt und kauften als erstes ein leckeres Stück Käse. So etwas haben wir in den letzten 1,5 Monaten doch sehr vermisst.
Nach einem Mittagessen bei Inn and Out Burger wollten wir eigentlich mit dem Hotel Shuttle zum Flughafen fahren. Als es 30 Minuten nach der vereinbarten Zeit immer noch nicht da war, wurden wir langsam unruhig. Es steckte irgendwo im Stau fest. Die Hotelmitarbeiter organisierten uns aber zum Glück schnell ein Ersatztaxi, was uns noch rechtzeitig durch den Verkehr zum Flughafen brachte. Im Taxi hörten wir dann das erste Mal für diese Saison Last Christmas und Jingle Bells im Radio. So allmählich scheint es mit großen Schritten auf Weihnachten zuzugehen, auch wenn es sich für uns gar nicht so anfühlt.
Der Flug war sehr entspannt und ging schnell vorüber. Wir landeten im 27 Grad warmen Honululu. Vom Flughafen aus fuhren wir dann noch ca. eine Stunde bis zu unserem   Host Danny, in dessen air bnb Ferienwohnung wir wohnen konnten.